Book 5
22
Da gerade die Bundesgenossen in Lakedämon anwesend waren, so forderten die Lakedämonier diejenigen unter ihnen, welche den Frieden nicht angenommen hatten, aus, sich demselben anzuschließen. Diese aber wiesen das Ansinnen unter demselben Vorwaiide zurück, wie auch das erste Mal, und weigerten sich dem Friedensschluß beizutreten, wenn man nicht billigere Bedingungen durchsetze. Da sie also kein Gehör gaben, so wurden sie von den Lakedämoniern entlassen, und diese schlössen nun ein Schutzbündniß mit den Athenern. Sie dachten nämlich, die Argiver, die schon bei Gelegenheit der Sendung des Ampelidas und Lichas den Frieden nicht hatten erneuern wollen, würden es zwar jetzt um so weniger wollen, seien aber ohne die Athener nicht zu fürchten, und der übrige Peloponnes werde sich wohl ruhig verhalten; erlaubten es freilich die Verhältnisse, so würden sie (die Argiver) sich mit den Athenern verbünden. — Da nun Gesandte der Athener anwesend waren, so einigten sie sich nach vorangegangenen Unterhandlungen, und es wurde folgender Waffenbund beschworen: