Book 5
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In demselben Sommer zogen die Lakedämonier unter ihrem König Plvistoanax, Pausanias' Sohn, mit dem ganzen Heere ins Land der den Mantineern untertänigen Parrhasier in Arkadien, wo man sie anläßlich eines Aufstandes herbeigerufeu hatte. Sie dachten bei der Gelegenheit womöglich auch die in Parrhasien an der Grenze der lakonischen Landschaft Skiritis gelegene Burg in Kypsela zu zerstören, welche die Mantineer erbaut hatten und selbst besetzt hielten. Die Lakedämonier verheerten die Felder der Parrhasier, die Mantineer über ließen den Schutz ihrer Stadt einer argeiischen Besatzung, um selbst ihr Bundesgebiet zu verteidigen. Da sie jedoch nicht imstande waren, die Burg in Kypsela und die Städte in Par rhasien zu behaupten, zogen sie wieder ab. Die Lakedämonier aber erklärten die Parrhasier für unabhängig, zerstörten die Burg und gingen darauf wieder nach Hause.
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In demselben Sommer, als die mit Brasidas ausgezogenen, von Klearidas nach dem Frieden aus Thrakien zurückgeführten Mannschaften wieder angelangt waren, beschlossen die Lake dämonier, die Heloten, welche unter Brasidas gedient, freizu lassen nnd ihnen zu gestatten, sich ihren Wohnsitz nach Belieben zu wählen. Bald nahcher aber, als sie mit den Eleern bereits zerfallen waren, wiesen sie ihnen mit den schon früher frei gelassenen Heloten, den sogenannten Nevdameden, Lepreon an der Grenze von Elis und Lakonien als Wohnsitz an. Aus Furcht, die auf der Insel in Gefangenschaft geratenen Spartiaten, welche die Waffen gestreckt hatten, könnten sich in der Meinung, ihres Mißgeschicks wegen zurückgesetzt zu werden, zu staatsgefähr lichen Unternehmungen verleiten lassen, wenn man ihnen die Ehrenrechte ließe, erklärten sie diese, obwohl sie zum Teil schon in Amt und Würden waren, für ehrlos, was die Un fähigkeit zu öffentlichen Ämtern und den Verlust des Rechts, zu kaufen und zu verkaufen, zur Folge hatte. Indessen wurden ihnen einige Zeit nachher die Ehrenrechte wieder beigelegt.