Book 5
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Zu derselben Zeit, während welcher die Argiver diese Unterhandlungen führten, kamen die Abgeordneten der Lakedämonier, Androckenes, PhädimoS und Antimenidas, welche Panakton und die Kriegsgefangenen von den Böotern übernehmen und den Athenern 36 Vergl. IV, 56. Herodot l, 82. Pausanias II, 38. aushändigen sollten, an und trafen Panakton bereits von den Böo- 421v. Chr.. tern selbst geschleift, unter dem Vorwand, daß zwischen Athenern und Böotern von einem Streite her aus alter Zeit noch Eide rechtskräftig seien, wonach keiner von beiden Theilen den Platz allein bewohnen, sondern nur beide gemeinsam ihn beweiden dürften; die Kriegsgefangenen hingegen, welche die Böoter von den Athenern in Händen hatten, übernahmen Andromenes und seine Begleiter, brachten sie nach Athen und übergaben sie daselbst; was Panakton betreffe, erklärten sie, so sei dasselbe geschleift, und damit meinten sie es zurück- gegeben zu haben, denn es könne jetzt dort kein Feind der Athener mehr wohnen. Das nahmen aber die Athener sehr übel auf-und glaubten von den Lakedämoniern durch die Schleifung Panaktons übervortheilt worden zu sein, da sie ihnen den Platz in ordentlichem Stande hätten übergeben sollen, und dazu erfuhren sie jetzt auch noch, daß jene auch mit den Böotern ein besonderes Bündniß geschlossen hätten, während sie doch früher ihr Wort gegeben hatten, daß sie mit Athen gemeinsam die Andern znr Annahme des Friedensvertrages zwingen wollten. Auch die andern Bestimmungen des Vertrages, die noch zu erfüllen waren, suchten sie hervor und behaupteten betrogen worden zu fein, weßhalb denn auch die Gesandtschaft mit einer unwirschen Antwort abziehen mußte.