Book 5
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In der folgenden Versammlung trat Nikias aus, und obgleich er in Betreff der verläugneten Vollmacht eben so wie die Lakedämonier selbst getäuscht worden war, so erklärte er gleichwohl, es sei besser, Freund der Lakedämonier zu bleiben. Man solle die Argiver einstweilen noch warten lassen und erst noch eine Gesandtschaft nach Lakedämon schicken, um ihnen ihrer eigentlichen Gesinnung wegen auf den Zahn zu suhlen. Wenn man jetzt den Krieg noch hinausschiebe, meinte er, so könne dabei i'.r eigener Ruhm nur wachsen, während jene noch mehr bloßgestellt würden. Denn für sie selbst, deren Angelegenheiten auf's Beste ständen, sei es bei Weitem das Vortheilhafteste, wenn man diesen glücklichen Zustand ruhig fortdauern lasse; für jene sei es aber in ihrer mißlichen Lage ein gefundener Handel, wenn ihnen so bald Gelegenheit geboten werde, wieder den Kampf entscheiden zu lassen. Und wirklich überredete er sie, Gesandte, unter denen auch er war, abzuschicken, mit der Aufforderung an die Lakedämonier, wenn sie ehrliche Absichten hätten, so sollten sie Panakton in ordentlichem Stande und Amphipolis. übergeben und das Bündniß mit den Böotern wieder lösen, wenn diese nicht dem Friedensvertragc beitreten wollten, wie ja auch ausgemacht worden sei, daß kein Theil ohne den andern ein Bündniß eingehen solle. Und hinzufügen sollten sie, wenn die Athener hätten Unrecht thun wollen, so würden sie die Argiver bereits zu ihren Bundesgenossen gemacht haben; denn diese befänden sich eben in dieser Absicht bei ihnen. Und auch ihre sonstigen Ansprüche gaben sie dem Nikias und den mit ihm Abgeschickten zu vertreten auf. / '