Book 5
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Die beiden Argeier handelten dabei freilich nicht im Auf trage der Gesamtheit, sondern lediglich auf eigene Hand. Agis aber ging darauf seinerseits ein, ohne sich mit den übrigen zu benehmen, machte nur einem einzigen der im Heere an wesenden Beamten davon Mitteilung und schloß mit ihnen einen Waffenstillstand auf vier Monate, innerhalb welcher sie ihre Zusage erfüllen sollten. Gleich darauf zog er mit dem Heere ab, ohne einem der Bundesgenossen ein Wort zu sagen. Die Lakedämonier und ihre Bundesgenossen fügten sich zwar pflichtschuldig seinem Befehl, schalten aber unters sich um so mehr auf ihn: Hier wäre doch die schönste Gelegenheit ge wesen, dem durch Reiterei und Fußvolk von allen Seiten um stellten Feinde eine Schlacht zu liefern, und nun so abzuziehen und nichts erreicht zu haben, was ein solches Aufgebot von Kräften verlohnt hätte! Und wirklich war in Griechenland noch nie ein schöneres Heer beisammen gewesen. Man konnte das recht sehen, als es bei Nemea noch vollständig vereinigt war. Da waren die Lakedämonier mit ihrem ganzen Heer bann, die Arkadier, Böotier, Korinther, Sikyoner, Pellener, Phliasier und Megarer, alles auserlesene Truppen, die es offenbar nicht nur mit den Argeiern und ihren Verbündeten, sondern noch mit einem weit zahlreicheren Feinde hätten auf nehmen können. So trat denn das Heer unter Verwünshcungen gegen Agis den Rückzug an, löste sich auf, und alles ging nach Hause. Noch übler aber waren die Argeier auf ihre beiden Landsleute zu sprechen, die auf eigene Hand den Waffenstillstand geschlossen hatten; denn auch sie glaubten, die Lakedämonier seien ihnen bei der schönsten Gelegenheit durch die Lappen gegangen, wo man sie hier vor den Toren der Hauptstadt mit so viel tapferen Bundesgenossen vereint vor der Klinge gehabt. Auf dem Rückwege am Charadrosbache, wo sie nach einem Feldzuge noch außerhalb der Stadt Kriegs recht zu halten pflegen, wollten sie Thrasyllos sogar steinigen; er flüchtete sich jedoch an den Altar und kam mit dem Leben davon; sein Vermögen aber wurde eingezogen.