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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 5

71 Während die Schlacht noch im Gange war, beschloß König Agis, folgendermaßen zu Werke zu gehen. Es ist eine allgemeine Erscheinung, daß der rechte Flügel eines Heeres, wenn es an den Feind kommt, sich verlängert, weil jeder aus Furcht seine ungedeckte Seite möglichst unter den Schild seines rechten Nebenmanns zu bringen sucht und um so sicherer zu sein glaubt, je enger alle aneinander schließen. Den ersten An­ laß dazu gibt der rechte Flügelmann im ersten Gliede, der immer weiter nach rechts drängt, um seine ungedeckte Seite vom Feinde abzukehren, und aus gleicher Furcht machen eS die übrigen so wie er. Auch diesmal reichten die Mantineer auf ihrem Flügel über die Skiriten weit hinaus, und die Lakedämonier und Tegeer, um so zahlreicher ihr Heer war, noch weiter über die Athener. Nun-fürchtete Agis,-Nein linker Flügel könnte umfaßt werden, da die Mantineer nach seiner Meinung allzu weit über ihn hinausreichten, und befahl des­ halb den Skiriten und Brasidas-Leuten, sich aus ihrer bis­ herigen Stellung weiter links bis auf gleiche Höhe mit den Mantineern zu ziehen. Den Obersten Hipponoidas und Aristo­ kles aber befahl er, zur Ausfüllung der dadurch entstan­ denen Lücke mit zwei Lochen vom rechten Flügel dort einzu- rücken, in der Meinung, sein rechter Flügel würde auch dann noch stark genug bleiben, der linke aber den Mantineern gegen­ über widerstandsfähiger werden.s

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