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Ἱστορίαι Thucydides

Book 5

72 Unglücklihcerweise aber weigerten sich Aristokles und HipponoidaS, dem Befehl nachzukommen, weil sie ihn zu spät, als sie bereits ins Gefecht verwickelt gewesen, erhalten hätten, was ihnen freilich später als Feigheit ausgelegt wurde und ihre Verbannung aus Sparta zur Folge hatte. Inzwischen waren jedoch die Feinde schon vorgedrungen, und die Skiriten konnten seinem, ihnen beim Ausbleiben der beiden Lochen er­ teilten Befehle, in ihre alte Stellung zurückzukehren, nicht mehr zeitig genug ausführen, um die dort entstandene Lücke zu schließen. So schlecht aber die Lakedämonier mit ihren taktischen Bewegungen gefahren waren, so glänzend bewiesen sie nun, daß sie trotzdem durch Tapferkeit zu siegen verstanden. Nachdem sie mit dem Feinde handgemein geworden waren, schlug zwar dessen aus den Mantineern bestehender rechter Flügel ihre Skiriten und Vrasidas-Leute in die Flucht, und die Mantineer mit ihren Verbündeten und den tausend auserlesenen Argeiern drangen in die nicht wieder geschlossene Lücke-ein, umringten die Lakedämonier, machten sie nieder und trieben sie in wilder Flucht bis zu ihren Fuhrwerken, wo sie noch eine Anzahl der dort zur Bedeckung gebliebenen älteren Krieger erschlugen. Hier also wurden die Lakedämonier besiegt. Mit dem übrigen Heere aber, insbesondere der Mitte, wo König Agis mit seiner Leibwache, den sogenannten dreihundert Rittern, sich befand, warfen sie sich auf die alten Argeier, die fünf Lochen, wie sie hießen, und deren Bundesgenossen auS Kleonai und Orneai und die ihnen hier gegenüberstehenden Athener und schlugen sie in die Flucht, wobei die meisten es gar nicht zum Hand­ gemenge kommen ließen, sondern beim Angriff der Lakedämonier gleich die Flucht ergriffen und dabei zum Teil von den Gegnern noch überholt und unter die Füße getreten wurden.

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