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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 5

77 „Die Versammlung der Lakedämonier erklärt sich zum Frieden mit den Argeiern bereit, und zwar unter folgenden Bedingungen: Die Argeier haben den Orchomeniern die Kinder, den Mainaliern die Männer, den Lakedämoniern die in Man­ tinea befindlichen Männer herauszugeben, von Epidauros ab­ zuziehen nnd die Schanze dort abzutragen. Wenn die Athener sich weigern, von Epidauros abzuziehen, sind sie von den Argeiern und den Lakedämoniern sowie von den Bundes­ genossen der Lakedämonier und den Bundesgenossen der Argeier als Feinde zu behandeln. Auch die Lakedämonier haben allen Städten die etwa in ihren Händen befindlichen Kinder heraus­ zugeben. Wegen des dem Gotte gebührenden Opfers mögen die Argeier nach ihrem Belieben den Epidauriern den Eid zuschieben oder ihn selbst leisten. Die Städte im Peloponnes, große und kleine, sollen alle wie von alters her unabhängig sein. Sollte eine außerpeloponnesische Macht in feindlicher Absicht in den Peloponnes einfallen, so haben sich beide über die zu ergreifenden Abwehrmaßregeln miteinander zu ver­ ständigen und dabei auch die Wünsche der übrigen Peloponnesier tunlichst zu berücksichtigen. Die Bundesgenossen der Lake­ dämonier außerhalb des Peloponnes sollen wie die Bundes­ genossen der Argeier behandelt werden und ihre Besitzungen behalten. Der Vertrag ist den Bundesgesandten vorzulegen, um sich damit, wenn sie dazu bereit, gleich einverstanden zu erklären, sonst aber, wenn ihnen das lieber ist, ihn ihren Re­ gierungen zuzuschicken."e
78 Nachdem zunächst die Argeier den Vorschlag angenommen hatten, zogen die Lakedämonier mit ihrem Heere nach Hause, und seitdem verkehrten beide wieder friedlich miteinander. Bald nahcher aber brachten eben jene Herren es auch noch fertig, daß die Argeier sich von dem Bündnis mit Mantinea, Athen und Elis lossagten und ein Bündnis mit den Lakedämoniern eingingen. Der Vertrag lautete also:

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