Thesauros Literature History Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 5

103 Athener: „Gewiß, Hoffnung ist ein Trost in der Gefahr, und sie wird dem Mächtigen, der sich auf sie verläßt, wenn auch vielleicht schädlich, aber doch nicht verderblich werden. Wer aber mit ihr, weil sie ihm goldene Berge verspricht, sein alles aufs Spiel setzt, wird erst durch Schaden klug und dann zu spät inne, wie trügerisch sie ist. Euch fehlt die Macht, und euer Schicksal hängt an einem Haar, seht euch also vor, daß es euch nicht auch so geht, und macht es nicht wie der ge­ meine Mann, der auch da, wo noch menschliche Hilfe möglich ist, wenn er bei einer Krankheit an die bewährten Mittel nicht mehr glaubt, sich auf Wunderkuren nnd dergleichen trügerische Hoffnungen verläßt."
104 Melier: „Auch wir, das könnt ihr glauben, sehen die Schwierigkeit ein, bei so ungleichen Mitteln den Kampf gegen eure Macht und euer Glück aufzunehmen; wir vertrauen jedoch auf unser Glück, daß die Gottheit uns nicht wird unterliegen lassen, da wir eine gerechte Sache gegen einen Gewaltakt ver­ treten. Sofern es uns aber selbst an Macht fehlt, rechnen wir auf die Hilfe der Lakedämonier, die uns als ihre Stammes­ genossen schon anstandshalber werden beistehen müssen. So ganz unbegründet ist unser Vertrauen demnach nicht."

nav.navigate

nav.identity

common.settings

common.language
TR EN
common.theme