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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 5

89 Athener: „Gut! Und so wollen?denn auch wir nicht mit schönen,Worten eine lange.Rede halten,.die euch doch nicht überzeugen würde, wie z. B., daß wir die Herrschaft mit Recht besitzen, weil'wirken,Meder unschädlich gemacht haben, oder daß wir erlittenes,Unrechts wegen.euch zu Leibe gehen; dafür erwarten wir aber, daß auch ihr euch nicht der Täuschung ,hingebet,- uns mit solchen Dingen überreden zu können,- wie wennuhr vorbringt,.daß ihr ja Mit den Th'ukydili' V. 416 v. Chr. Lakedämoniern nicht zu Felde gezogen seiet, obgleich ihr von ihnen abstammt, oder daß ihr uns ja Nichts zu Leide, gethan hättet. Sucht vielmehr nur das durchzusetzen, was nach Maßgabe von unser beider wirklichen Gesinnungen möglich ist. Ihr so gut wie wir wisset, daß nach menschlicher Denkart die Gerechtigkeit nur da in Betracht gezogen wird, wo auf beiden Seiten die Zwangsmittel sich die Wage halten; der Mächtige aber setzt durch, was durchzusetzen möglich ist, und der Schwache fügt sich."
90 Melier: „Wir unserseits halten für nützlich — denn ihr zwingt uns ja den Nutzen hervorzuheben, da ihr ihn mit Beseitigung der Gerechtigkeit zu eurem Grundsatz macht — wenn ihr das nicht aushebt, was für Alle gemeinsamer Nutzen ist. " Es versteht sich ja doch von selbst, daß wer immer in Gefahr ist, den Ändern überreden darf, ihm auch wohl über das strenge Recht hinaus eine Begünstigung zu Theil werden zu lassen.. Und von euch erwarten wir .das um so mehr, als ihr ja, im Fall ihr überwunden werdet, für die Andern als ein Beispiel der furchtbarsten Bestrafung dienen würdet."

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