Book 5
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Athener: „Sie. glauben wohl, daß Keiner von Beiden weniger Rechtsgründe habe als der Andere; wenn aber Einer sein? Unabhängigkeit wahrt, so denken sie,, daß er es nur seiner-Macht zu danken hat-und daß wir ihm nur aus Furcht nicht zu Leibe gehen. Wenn ihr euch also uns unterwerft, so, vermehrt ihr einmal die Zahl unserer Unterthanen, und gewährt uns auch größere Sicherheit, zu-: mal wir eine Seemacht sind, und ihr Inselbewohner und schwächer als Andere seid — es mußte denn sein, daß ihr den-Sieg davon-trüget!"
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Melier: „Werdet ihr nun in dem Folgenden keine Siche-Z rung: eures Vortheils sehen? — denn da ihr uns die Berufung auf Rechlsgründe ganz abgeschnitten habt und uns anweist, nur eurem! Vortheil'zu dienen; so..müssen.wir euch jetzt wohl dadurch zu überreden suchen,- daß wir euch zeigen, worin unser Vortheil liegt, sofern' derselbe.nämlich mit dem eurigen zusammenfällt. Wie sollte es >wohl möglich.sein, -daß'ihr diejenigen, welche, es bis jetzt mit keiner von beiden Parteien halten, nicht, in. eure-Feinde, verwandelt, wenn sie durch die Erfahrung unseres.Shcicksals zu der.Ueberzeugung kommen müssen, daß es eurerseits auch einmal an sie gehen wird? Was, thut ihr'also anders, als daß ihr eure schon vorhandenen Feinde vermehrt? und diejenigen, die nicht einmal daran denken eS>zu werden,, selbsti wider Willen dazu zwingt?"
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Athener: „Wir halten eben nicht diejenigen für die. Gefährlicheren, die irgendwo auf-dem Festland wohnen und in ihrer-- Freiheit höchst, saumselige Vorkehrungen 5 zu,ihrer Sicherung gegen' uns treffen, sondern vielmehr die Inselbewohner, und zwar die unab-! 5* 416 v. Chr. hängigen, wie ihr es seid, so gut wie diejenigen, welche schon durch den Druck der Herrschast erbittert sind. Denn solche möchten wohl am ehesten, auf eine falsche Schätzung ihrer Kräfte vertrauend, sich selbst und uns.in unzweideutige Gefahr tsürzen."