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Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

17 „Solche Erfolge hat meine Jugend und Unverstand, der jenen über alle Gränzen zu gehen scheint, gegen die Macht der Peloponnesier durch angemessene Worte zu Wege gebracht. Mein Feuereifer flößte Zuversicht ein und überredete. So fürchtet also auch ihr jetzt diese Eigenschaften nicht, sondern so lange ich in ihrem Besitz der Jugendkraft genieße, und Nikias den Namen des Glücklichen wird behaupten können^), so zieht möglichsten Nutzen vom Einen wie vom Andern! Und nehmt den beschlossenen Zug nach Sieilien nicht zurück, als ob derselbe gegen eine starke Macht gerichtet wäre. Denn die dortigen Städte haben eine zahlreiche Bevölkerung von sehr gemischten Massen^), und Umänderungen der Versassung und Aufnahme von Ncubürgern haben dort keine Schwierigkeit. Deßhalb ist dort aber auch Keiner für seine eigene Person mit Waffen gerüstet, als ob er ein eigenes Vaterland zu vertheidigen habe, noch auch gibt 37) Vergl. V, 6K ff. 38) d. h. wenigstens glücklich, wenn auch eben nicht sehr klug und unternehmend. Gegenhied. R) also ohne Einheit der Gesinnung und Interessen. (Kr>) es im Lande gesetzliche Vorkehrungen dazu. Sondern wie Einer 415 v. Chr. grade durch Überredungskunst oder durch Erregung von Bürger- zwietracht vom Gemeingute sich etwas aneignen kann, danach sieht er sich vor, und schlägt eS fehl, so weiß er, daß er sich anderswo ansiedeln kann. ES ist doch nicht wahrscheinlich, daß ein solcher Hause einem Antrag einmüthig Gehör schenke, oder sich gemeinsam zu irgend einem Unternehmen wende. Einzeln aber, wenn man ihnen nnr nach dem Sinn redet, werden sie leicht zu gewinnen sein, zumal sie sich einander in denHa aren liegen, wie wir erfahren. Aber sie haben auch nicht so viele Schwerbewaffnete, als sie sich rühmen, und haben sich doch nicht einmal die andern Hellenen so zahlreich in Waffen gezeigt, wie sie selber sich bezifferten, vielmehr hat sich Hellas über sich selbst höchlichst getäuscht und sich in diesem Kriege.^) kaum zur Noth gerüstet gezeigt. Die dortigen Verhältnisse aber werden sich nach dem, was ich höre, ebenso zeigen, und wir werden sogar noch leichter mit ihnen fertig werden, denn wir werden dort viele Barbaren finden, die aus Haß gegen die Syrakusaner aus unserer Seite fechten werden. In den hiesigen Verhältnissen aber werdet ihr auch kein Hinderniß finden, wenn ihr nur gut zu Rathe geht. Denn unsere Väter haben eben dieselben, von denen man jetzt sagt, daß wir bei einem Seezug nach Sieilien sie als Feinde zurücklassen, und noch die Meder dazu als Feinde gehabt und haben doch die Herrschast errungen, ohne daß ihre Stärke anderSwo gelegen hätte, als in ihrer überwiegenden Seemacht. Und gerade jetzt find die Peloponnesier uns gegenüber so muthlos, wie sonst nie; und sollen sie noch so stark sein, sie sind immer nur im Stande, in unser Land einzufallen, und das können sie auch, wenn wir den Seezug nicht unternehmen; mit ihrer Seemacht aber können sie wohl nicht schaden, denn wir lassen immer noch eine Flotte zurück, die ihnen gewachsen bleibt."

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