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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

25 Endlich trat ein Athener vor und forderte Nikias auf, er möge nur gleich mit der Sprache herauskommen und hier vor der ganzen Versammlung sagen, was man ihm an Streit­ kräften bewilligen solle. Der erwiderte, wenn auch ungern, er würde das allerdings lieber erst in Ruhe mit seinen Mit­ feldherren besprechen; soweit er indessen die Sache augenblick­ lich übersähe, müßte man mindestens hundert Kriegsschiffe ein­ stellen. Zum Transport der Truppen könne man sich nach Gutdünken eigener Schiffe bedienen und andere von den Bundesgenossen kommen lassen. An schwerem Fußvolk auS Athen und den BundeSstaaten müsse man im ganzen wenigstens fünftausend Mann haben, ja, wenn irgend möglich, noch mehr, dazu die übrigen Waffengattungen in entsprechender Menge, sowohl Bogenschützen auS Athen und Kreta, alS Schleuderer, auch alles, waS sonst noch nötig schiene, beschaffen und mit­ nehmen.
26 Hierauf beschlossen die Athener sogleich, den Feldherren unbeschränkte Vollmacht zu erteilen, sich in betreff der Menge der Truppen und des ganzen ZugeS so einzurichten, wie sie eS im Interesse der Athener für geboten hielten. Und nun begannen die Rüstungen; man schickte zu den Bundesgenossen und verzeichnete die dienstfähige Mannschaft im eigenen Lande. Die Stadt hatte sich von der Pest und dem langen Kriege bereits erholt; eS war reichlicher Nachwuchs an junger Mann­ schaft und infolge der FriedenSjahre wieder Geld genug vor­ handen, so daß alles leicht beschafft werden konnte. Man rüstete also in Athen zum Kriege.

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