Book 6
30
Darnach, erst um die Mitte des Sommers, ging die Flotte nach Sizilien unter Segel. Die meisten Bundesgenossen, die Proviantschiffe sowie die kleineren und alle sonstigen, dem Be darf der Flotte dienenden Fahrzeuge hatten Befehl, sich zu nächst bei Kerkyra zu sammeln, um von dort vereint über das Ionische Meer nach dem Iapygischen Vorgebirge zu fahren. Die Athener selbst aber und eine Anzahl Bundesgenossen, welche noch in der Stadt geblieben waren, zogen an dem dazu bestimmten Tage gegen Sonnenaufgang nach dem Peiraieus hinunter, um sich dort einzuschiffen. Alle Welt sozusagen, was immer an Einheimischen und Fremden in der Stadt war, zog mit. Die Einwohner gaben den Ihrigen, Freunden und Söhnen, das Geleit voller Hoffnung und unter Tränen, - würden sie dort Schätze sammeln, würde man sich jemals wiedersehen? - es war ja eine so weite und gefährliche Fahrt in die Ferne, welche sie antraten.