Book 6
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Alkibiades nun wußte sich für den Augenblick gegen diese Beschuldigungen zu vertheidigen und erklärte sich bereit, der gerichtlichen Untersuchung, ob er etwas dergleichen wirklich begangen habe, sich vor der Abfahrt zu stellen — denn die Rüstungen waren bereits vollendet — und würde er schuldig befunden, so wolle er seine Strafe leiden, wenn er aber freigesprochen werde, seine Feldherrnstelle weiter führen. Er beschwor auch die Athener, in seiner Abwesenheit den Verläumdungen seiner Person keinen Glauben zu schenken, sondern ihn lieber gleich hinzurichten, wenn er ein Unrecht begangen habe, und daß es ihrerseits klüger gethan sei, vorher die gerichtliche Entscheidung eintreten zu lassen, als ihn mit einer derartigen Anklage belastet zu einem so wichtigen Unternehmen ausziehen zu lassen. Seine Feinde aber befürchteten, er möchte das Heer auf seiner Seite haben, wenn der Prozeß jetzt schon Platz greife, und auch das Volk möchte sich nachgiebig erweisen, indem es ihm deßhalb zu Willen sei, weil die Argiver und ein Theil der Mantineer sich um seinetwillen dem Seezug angeschlossen hatten, und so hintertrieben sie es für jetzt und schoben es auf weiter hinaus, indem sie Andere als Redner anstifteten, welche sagten, er solle jetzt nur in See gehen und der Unternehmung -keinen Aufenthalt bereiten; nach seiner Rückkehr solle innerhalb der Frist einer bestimmten Anzahl Tage seine Sache vor Gericht abgemacht werden. Sie wollten aber nur zuvor noch größere Beschuldigungen gegen ihn anbringen, welche sie in seiner Abwesenheit leichter auszubringen hofften, und ihn dann zurückholen lassen und vor Gericht stellen. Demnach wurde beschlossen, Alkibiades solle absegeln.