Thesauros Literature History Ἱστορίαι

Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

49 Lamachos aber meinte, man müsse sich ohne weiteres gegen Syrakus wenden und baldmöglichst in der Nähe der Stadt eine Schlacht liefern, solange man dort darauf nicht vorbereitet und noch nicht wieder zur Besinnung gekommen sei. Im ersten Augenblick sei ein Heer immer am furchtbarsten. Warte man zu lange, ehe man sich blicken lasse, so fasse der Gegner wieder Mut, und auch der Anblick sei ihm nicht mehr so furchtbar. Wenn man also die Syraknser jetzt, solange sie noch in banger Erwartung seien, unversehens angreife, so habe man die meiste Aussicht, sie zu besiegen und sie sowohl durch den Anblick, der Masse, mit der man auftrete, als auch durch die Furcht vor dem, was ihnen bevorstehe, besonders vor der ihnen unmittelbar drohenden Schlacht, völlig aus der Fassung zu bringen. Wahrscheinlich seien viele von ihnen noch draußen auf dem Felde geblieben, weil sie nicht an die An­ kunft der Athener geglaubt; aber auch wenn sie ihre Habe in die Stadt geschafft, werde das Heer keinen Mangel leiden, wenn es sich nach dem Siege vor die Stadt lege. Um so eher würden dann auch die übrigen Griechen in Sizilien sich nicht ihnen, sondern den Athenern anschließen und nicht erst ab­ warten, wer von beiden die Oberhand behielte. Für den Fall eines Rückzugs müsse man das zurzeit unbesetzte Megara zum Standort für die Flotte machen, wohin es von Syrakus zu Wasser und zu Lande nicht weit sei.

nav.navigate

nav.identity

common.settings

common.language
TR EN
common.theme