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Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

51 Als nun in dieser Stadt eine Volksversammlung gehalten wurde, erklärten die Katanäer, sie würden zwar das Heer nicht aufnehmen, luden aber die Feldherren ein, in ihre Stadt zu kommen, wenn sie ihnen etwas zu sagen hätten. Während nun Alkibiades eine Rede hielt und die Bürger der Stadt der Volksversammlung ihre Aufmerksamkeit zuwandten, erbrachen die Soldaten unbemerkt ein schlecht eingesetztes kleines Thor in der Mauer, drangen in die Stadt ein und erfüllten den Markt. Da überkam diejenigen unter den Katanäern,- welche eS mit den.,Syrakusanern hielten, als sie das Heer in der Stadt sahen, sogleich große Furcht und sie schlichen sich weg, ihrer nicht viel an der Zahl, die Andern aber beschlossen Bundesgenosjenschaft mit den Athenern-und hießen sie das übrige Heer aus Rhegion herüberbringen; und die Andern fuhren dann nach Rhegion zurück, gingen jetzt mit ihrer Gesammtmacht unter Segel nach Katana, und nachdem sie hier angekommen, richteten sie.eln Lager ein...
52 Nun kam auch von Kamarina Meldung, wenn sie kommen wollten,, würden sie zu ihnen übergehen, und daß die Syrakusaner eine Flotte bemannen. Da segelten sie mit der ganzen Macht an der Küste hin gegen Syrakus, als sie aber daselbst keine Schiffe bemannt fanden, steuerten sie weiter gegen Kamarina, legten am Gestade an und schickten den Herold zu ihnen. Die Kamarinäer aber nahmen sie nicht auf, sondern sagten, der geschlossene Vertrag laute nur, daß sie die Athener aufnehmen wollten, wenn sie mit Einem Schiffe erschienen, außer wenn sie selbst deren mehrere herbeiriefen. Die Athener fuhren demnach unverrichteter Sache wieder zurück, landeten auf dem Gebiet von Syrakus und plünderten. Als aber Syrakusische Reiter erschienen und einige der zerstreuten Leichtbewaffneten zusammenbieben, fuhren sie wieder nach Katana zurück.

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