Book 6
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Dem Harmodios also, der ihn als Versucher abgewiesen, that er wirklich einen Schimpf an, wie er sich vorgenommen hatte. Er ließ nämlich dessen Schwester, eine Jungfrau, auffordern zu erscheinen, um bei einem Festaufzug einen Korb zu tragen ^), und sie dann zurückweisen mit den Worten, man habe ja von vorn herein nicht um sie geschickt, da sie dessen nicht würdig sei. Harmodios nun fühlte sich dadurch sehr gekränkt, noch viel heißer aber entbrannte um seinetwillen der Zorn des Aristogeiton. Und bereits hatten sie alles Uebrige im Bund mit denen veranstaltet, welche mit Hand an's Werk legen sollten, und warteten nur noch auf das Fest der großen Panathenäen ^), als den einzigen Tag, an welchem sie keinen Verdacht erregen würden, da hier die Bürger, welche den Festzug geleiteten, bewaffnet und in Masse ershcienen. Es war abgeredet, daß sie selbst den Anfang machen, die Andern aber dann sogleich zu ihrer 63) An den Festen der Demeter und Athene, wie an den Dionysien zogen Jungfrauen. einen Korb mit heiligen Geräthen aus dem Kopf tragend, in Prozession auf. Hiezu gewählt zu werden galt als große Ehre. Die Künstler stellten oft solche weibliche Gestalten, die mit beiden Händen einen Korb aus dem Kopf halten, dar (Kaneohoren. d. i. Korbträgerinnen). 64) Vergl. v, 47. Unterstützung über die Lanzentrabanten herfallen sollten. Der 415 v. Chr. Sicherheit wegen war die Zahl der Mitverschworenen nicht sehr groß, denn sie hofften, daß auch die, welche Nichts um die Sache wußten, bewaffnet, wie sie wären, allsogleich voll Freudigkeit zur Befreiung der Stadt mithandeln würden, wenn auch eine noch so geringe Zahl das erste Wagniß unternähme.