Book 6
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Als nun das Fest herangekommen war, traf Hippias, von seinen Lanzenträgern umgeben, außerhalb der Stadt im sogenannten Kerameikos die Anordnungen, wie beim Festzug jegliches vor sich gehen solle. Harmodios aber und Aristogeiton, schon den Dolch in der Hand, näherten sich zur That. Da sahen sie aber Einen ihrer Mitverschworenen vertraulich mit Hippias reden, wie denn dieser überhaupt für Alle leicht zugänglich war, und nun geriethen sie in Furcht und glaubten, sie seien verrathen und würden jeden Augenblick festgenommen werden. So dachten sie denn nun, wenn es möglich wäre, vorher noch an ihrem Beleidiger und um dessentwillen sie sich auch in dieses Wagstück eingelassen hätten, Rache zu nehmen, und stehenden Fußes eilten sie zum Thore hinein, trafen den Hipparchos beim sogenannten Leokorion und sielen rasch und unversehens über ihn her, und, der Eine im Zorn der beleidigten Liebe, der Andere vom Stachel der Beschimpfung getrieben, trafen sie ihn mit ihren Dolchen und tödteten ihn. Und der Eine entkam für den Augenblick den Lanzenträgern, Aristogeiton nämlich, im Getümmel des Aufkaufs, wurde aber später gefangen und schlimm zugerichtet, Harmodios aber wurde auf der Stelle niedergehauen.