Book 6
66
Da das ein weiter Weg war, hatten die Athener Zeit, unterdessen in aller Ruhe an einer geeigneten Stelle ihr Lager aufzuschlagen, von wo sie nach Belieben zum Angriff vorgehen und wo die syrakusischen Reiter ihnen weder im Gefecht noch vorher viel anhaben konnten, indem es auf der einen Seite von Mauern, Häusern, Bäumen und einem Sumpfe, auf der anderen von steilen Abhängen umgeben war. Sie fällten die Bäume in der Nähe und schafften sie an die See, um damit ein Pfahlwerk zum Schutz ihrer Schiffe herzustellen, errichteten II bei Daskon, wo der Feind ihnen noch am ersten hätte bei kommen können, in der Eile eine Schanze aus Holz und zu sammengelesenen Steinen und zerstörten die Brücke über den Anapos. Während sie damit beschäftigt waren, kam niemand aus der Stadt heraus, um sie daran zu hindern. Die ersten, welche ihnen gegenüber erschienen, waren die Reiter der Syra kuser, bis sich dann später auch ihr ganzes Fußvolk dort an sammelte. Anfangs drangen sie bis dicht an das Lager der Athener vor; da diese aber nicht herauskamen, zogen sie sich hinter die Elorische Straße zurück und übernachteten dort unter freiem Himmel.