Book 6
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„Nicht aus Furcht, ihr würdet euch durch die Macht schrecken lassen, mit der die Athener hier jetzt auftreten, sind wir zu euch gesandt, Kamariner, sondern weil wir besorgen, sie könnten euch durch glatte Worte einfangen, bevor ihr auch uns angehört. Denn sie sind nach Sizilien zwar unter einem Vorwande gekommen, der auch euch bekannt ist, aber mit Hintergedanken, über die wir alle unsere Ver mutungen haben. Nach meiner Meinung wollen sie nicht die Leontiner in ihre Stadt zurückführen, sondern uns von Haus und Hof vertreiben. Es ist doch sehr unwahrshceinlich, daß sie anderswo Städte zerstören, hier aber wieder aufbauen wollten, daß sie sich der Leontiner als Chalkidier und Stammes genossen annehmen sollten, während sie die Chalkidier in Euboia, deren Pflanzvolk diese sind, in Knechtschaft halten. ES ist immer dieselbe Geschichte, wie sie dort ihre Herrschaft aufgerichtet haben, so versuchen sie eS jetzt auch hier zu machen. Nachdem ihnen die Jonier und alle die Bundes genossen, die von ihnen abstammten, den Oberbefehl freiwillig zu dem Zweck übertragen hatten, sie an den Persern zu rächen, haben sie sie alle unterjocht. Den einen gaben sie schuld, den Kriegsdienst verweigert, den anderen, sich untereinander bekriegt zu haben, oder was sie sonst für Scheingründe den einzelnen gegenüber ins Feld führen konnten. Und so haben weder sie für die Freiheit der Griechen noch die Griechen für ihre eigene Freiheit gegen die Perser gekämpft, vielmehr sie, um die Griechen aus Untertanen des Königs zu ihren Untertanen zu machen, die Griechen aber, um einen neuen, zwar nicht so einfältigen, aber desto verschlagener« Herrn ein zutaushcen.