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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

72 Mit. diesen Absichten also gingen die Athener ans ihren Schiffen nach Naxos und Katana zurück, um dort zu.überwintern; die Syrakusaner.aber, nachdem sie ihre Todten begraben hatten, beriefen eine Volksversammlung. Da trat nun Hermokrates aus, des Hermon Sohn, ein Mann, der überhaupt Keinem anMnsicht nach- stand und ein-erfahrner-und.tüchtiger Soldat und durch Tapferkeit ausgezeichnet war, Der nun richtete sie wieder auf und hieß sie-'sich des Geshcehenen wegen nicht schwach und nachgiebig zu zeigen; denn nicht ihr Eifer und Muth sei besiegt worden, sondern ihre Unordnung habe sie in? Schaden gebracht. Sie.seien nicht einmal in der-Weise Hintere.den Feinden zurückgeblieben, als man.hätte vermuthen sollen, 69) Damit sie nach Athen zurückgebracht' und im KerameikoS bestattet würden lDuker) zc. „Anstatt der Männer^tommev'Wilffen und Asche in'S Hau5 zurück." Aeschy« los Ngamemnon.' 423 (Böhme) j 415 v. Chr. zumal sie den allererfahrensten Kriegsleuten unter den Hellenen gegenübergestanden hätten, — sie, sozusagen nur Laien gegenüber Soldaten vom Handwerk. Sehr geschadet habe auch die große Zahl der Feldherrn und das Vielkommandiren — sie hatten nämlich fünfzehn Feldherrn — und dann die Unbändigkeit der großen Masse, die sich der Ordnung nicht fügen wolle. Wenn sie jetzt nur wenige, aber erfahrene Feldherrn wählten und den Winter über schweres Fußvolk ausbilden und denen, welche keine schwere Rüstung hätten, solche verschaffen wollten, damit sie möglichst zahlreich wären, und sie überhaupt zu allen Kriegsübungen zwingen, so würden sie nach aller Wahrscheinlichkeit über ihre Feinde siegen, denn Tapferkeit hätten sie schon, und schöne Ordnung, wie man sie im Kampf brauche, werde auf diese Weise dazukommen. So würden sie in zweierlei Hinsicht gewinnen, indem ihre Disciplin durch Uebung unter Gefahren sich verbessere, und selbst ihr Muth in Folge des Vertrauens auf die gewonnene Erfahrung sich noch stärke. Zu Feldherrn aber dürfe man nur Wenige machen und diesen unumschränkte Vollmacht geben und selber einen Eid leisten, daß sie jene nach ihrem besten Wissen ungehindert wollten schalten und walten lassen. Denn so werde das, was geheim gehalten werden müsse, leichter verschwiegen bleiben, und alles Uebrige der Ordnung gemäß und ohne Ausflüchte durchgeführt werden.

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