Book 6
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„Wer das nicht glauben will, wird durch Schaden klug werden. Als ihr uns das erste Mal zu Hilfe rieft, machtet ihr uns grade damit bange, wie gefährlich es auch für uns sein würde, wenn wir euch unter die Herrschaft der Syrakuser kommen ließen. Es wäre unrecht, euren eigenen Worten, womit ihr uns damals bereden wolltet, nicht mehr zu trauen und Verdacht gegen uns zu hegen, weil wir hier jetzt den Syrakusern gegenüber mit unverhältnismäßig großer Macht auftreten. Vor ihnen habt ihr euch ja weit mehr zu hüten. Wir sind ohne euch nicht imstande, uns hier zu halten, und wenn wir wirklich schlecht genug wären, euch unterdrücken zu wollen, so würden wir uns bei der weiten Fahrt über See und der Schwierigkeit, so große, mit allen Mitteln für den Landkrieg versehene Städte zu besetzen, hier doch auf die Dauer nicht behaupten können. Sie aber sitzen euch auf dem Nacken, nicht mit einem Feldlager, sondern mit einer Stadt, die weit größer ist als die Streitkräfte, mit denen wir hier austreten. Sie führen immer Böses gegen euch im Schilde und lassen sich keine Gelegenheit entgehen, euch Abbruch zu tun, wie sie das ja auch anderswo schon, namentlich den Leontinern gegen über, bewiesen haben. Und jetzt wagen sie es gar, euch gegen uns, die wir ihnen dabei im Wege sind und Sizilien bisher vor ihren Übergriffen bewahrt haben, zu Hilfe zu rufen, als ob ihr mit Blindheit geschlagen wärt. Wir dagegen rufen euch grade zu eurem wahren Besten um Hilfe an und bitten euch, die Vorteile, die wir uns gegenseitig gewähren, nicht von der Hand zu weisen. Bedenkt, daß ihnen bei ihrer Über zahl auch ohne Bundesgenossen der Weg zu euch jederzeit offen steht, ihr aber nicht immer Gelegenheit haben werdet, euch ihrer mit so mächtigen Bundesgenossen zu erwehren. Laßt ihr diese jetzt aus Mißtrauen unverrichteter Sache oder gar nach einer Niederlage wieder abziehen, so werdet ihr später noch wünschen, daß es euch vergönnt wäre, auch nur einen kleinen Teil davon an eurer Seite zu sehen, wenn euch von drüben keine Hilfe mehr kommt.