Book 6
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„Laßt euch also durch ihre Lügen und Verleumdungen nicht irremachen, Kamariner, ihr so wenig^wie die anderen. Wir haben euch über alles, womit man uns zu verdächtigen sucht, die reine Wahrheit gesagt, und hoffen auf eure Zu stimmung, wenn wir jetzt alles nochmals kurz zusammenfassen. Wir sagen: Wir herrshcen dort, um nicht anderen gehorchen zu müssen, und treten hier für eure Freiheit ein, um dort nichts zu befahren zu haben, sind auch manchmal gezwungen, uns in fremde Händel zu mischen, weil wir überall auf dem Posten sein müssen. Jetzt und früher sind wir hier euren Landsleuten zu Hilfe gekommen, aber nicht von selbst, sondern weit man uns gerufen hatte. Versucht auch nicht, als ob ihr Richter über unsere Handlungen oder unsere Schulmeister wärt, uns von unserem Vorhaben abzubringen, es würde euch auch nichts mehr helfen, sondern macht euch unsere Viel geschäftigkeit und die Weise, wie wir es eben treiben, gleich- falls zunutze und glaubt nur, daß die Griechen keineswegs alle ohne Unterschied darunter leiden, sondern daß weitaus die meisten ihre Rechnung dabei finden. Denn allerorten, auch da, wo wir nichts zu befehlen haben, blickt jeder auf uns, der sowohl, dem ein Angriff droht, wie der, welcher einen Angriff beabsichtigt, der eine, weit er auf unseren Beistand hofft, der andere, weil er fürchtet, wenn wir ershcienen, könne ihm die Sache schlecht bekommen, und dadurch ist dieser genötigt, seine Absicht, wenn auch nur ungern, aufzugeben, jener der Mühe überhoben, sich seiner Haut zu wehren. Weist also diese Sicherheit, die sich uns, die wir euch nötig haben, und euch jetzt gleichermaßen bietet, nicht ab, sondern macht es wie die anderen, und statt nur immer den Syrakusern gegenüber auf der Hut zu sein, entschließt auch ihr euch endlich mal, euch mit uns an einem Angriffskriege gegen sie zu beteiligen."