Book 6
88
Die Syrakusaner nun rüsteten ihrerseits zum Kampfe, die Athener aber lagerten bei Naxos und unterhandelten mit den Sikulern, um deren möglichst viele aus ihre Seite zu bringen. Von denjenigen Sikulern nun, welche mehr gegen die Ebene hin wohnten und Unterthanen der Syrakusier waren, gingen nicht viele zu ihnen über; dagegen hielten es die meisten Ortschaften derer im Binnenlande, die auch vorher allezeit unabhängig geblieben waren, nur Wenige ausgenommen, mit den Athenern und brachten Getreide für das Heer, und zum Theil auch Geld. Gegen die nicht Uebergetretenen zogen die Athener zu Feld und nöthigten auch Einige derselben zwangsweise, es mit ihnen zu halten, bei Andern aber wurden sie von den Syrakusanern, die Besatzungen und Hilfstruppen schickten,' daran gehindert. Für den Winter aber gingen sie von Naxos zur See nach Katana zurück, stellten-das von den Syrakusanern verbrannte Lager wieder her und überwinterten daselbst. Auch schickten sie wegen eines Freundschaftsbündnisses einen Dreiruderer nach Karthago, ob sie vielleicht von dort Unterstützung erhalten könnten, und so auch Abgesandte in das Tyrrhenische Land^), wo einige Städte sich freiwillig zur 72) Tyrrhenien. Etrurien. Die ElruSker sind alte Bundesgenossen der Kartha» gcr, freilich zunächst gegen die italischen und sicilischen Griechen, welche ihnen als Han» 10* 414 v. Chr. Kriegshilfe erboten hatten. Auch unter den Sikulern schickten sie Botschaft umher, und auch nach Egesta Gesandte, mit der Aufforderung, ihnen möglichst viel Reiterei zu schicken, und zur Einschließung von Syrakus durch Mauern bereiteten sie Backsteine und Eisen, und was sonst Alles von Nöthen war, vor, um mit Frühlingsansang mit Eifer an den Krieg zu gehen.