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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

91 „Hiemit habt ihr gehört, mit welchen Absichten der neu-- 4l4 v. Chr. lich abgegangene Kriegszug in's Werk gesetzt wurde, und zwar von. Einem, der auf's Genaueste eingeweiht ist, und die andern Feldherrn werden diese Absichten auch in solcher und ähnlicher Weise durchzuführen suchen. Jetzt lasset euch belehren, daß Sieilien unterliegen muß, wenn ihr nicht Hilfe sendet. Die Sicilianer nämlich find viel zu unerfahren, obwohl sie auch so vielleicht noch Sieger bleiben könnten, wenn sie nur Alle einträchtig zusammenstünden. Aber die Syrakusier für sich allein haben schon mit ihrer gesammten Macht eine Niederlage erlitten, und wenn sie nun auch durch die Flotte zur See eingeschlossen werden, so find sie nicht im Stande, der dortigen Macht der Athener zu widerstehen. Und ist erst diese Stadt genommen, so ist auch schon ganz Sieilien gewonnen, und Italien wird dann bald, folgen, und die Gefahr, die ich euch eben vorgestellt habe, dürste dann nicht lang anstehen, auch über euch hereinzubrechen. So glaube also- Niemand, daß es sich in dieser Berathung blos um Sieilien handle, sondern auch um den Peloponnes, der selbst bedroht ist, wenn ihr nicht in Bälde das Folgende thut. Sendet auf Schiffen ein Heer in der Art hinüber, daß die, welche unterwegs die Ruderdienste versehen, dort sogleich als Schwerbewaffnete auftreten, und — was ich noch für ersprießlicher als ein solches Heer halte, — schickt einen Spartanischen Mann als Feldherrn mit, der die dort vorhandene Streitmacht organisire und die Unwilligen zum Beitritt zwinge. Denn aus diese Weise werden eure Freunde mehr Muth fassen und die noch Unschlüssigen um so furchtloser zu euch übertreten." .> .« ' ?

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