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Ἱστορίαι Thucydides

Book 6

92 „Daß nun etwas hievon rasch und mit dem gehörigen Eifer geschehe, das ist eure Sache, ihr Lakedämonier; daß es aber durchführbar ist, das glaube ich ganz zuversichtlich, und ich bin überzeugt, mich hierin nicht zu täuschen. — Zch wünsche aber auch deßhalb Keinem von euch als ein schlechterer Mann zu erscheinen; wenn ich, der einst für einen großen Freund meines Vaterlandes galt, jetzt, im'Bunde mit seinen erbittertsten Feinden, ihm so kräftig zu schaden suchez'und ich will auch nicht in den Verdacht kommen, als ob meine Anträge nur der Leidenschaft des Flüchtlings entsprangen. Geflohen bin ich vor der Schlechtigkeit derer, die mich ausgetrieben haben, aber ich fliehe nicht den Dienst eures Vortheils, wenn ihr mir nur folgen wollt. Ich erachte diejenigen, welche ihren Feinden einmal geschadet haben, wie ihr, nicht so sehr als Feinde, als vielmehr diejenigen, die ihre Freunde zwingen, Feinde zu werden. Vaterlandsliebe empfinde ich nicht da, wo man mir Unrecht thut, sondern da, wo ich als Bürger in Sicherheit lebe. Auch glaube ich jetzt nicht sowohl ein Land anzugreifen, das jetzt noch mein Vaterland wäre, als vielmehr ein solches wiederzugewinnen ^ welches eS jetzt nicht mehr ist.- Auch wird nicht derjenige mit Recht ein Freund des Vaterlandes genannt, 77) D. h. die Sklaven der Athener werden euch zulaufet. Erst. VII, 27. 78) Wahrscheinlich, weil bei der Besetzung eines Gebietsteiles durch den Feind ein Stillstand der Gerichte eintreten würde, welche durch Straferkenntnisse den Athenern viel eintragen. (Ostander.) der dasselbe nicht angreist, obgleich er es ungerechter Weise verloren 414 v. Chr. hat, sondern vielmehr; wer aus Sehnsucht nach demselben eS aus zede Art wieder zu gewinnen bemüht ist." . ^ ^

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