Book 6
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„So verlange ich also, ihr Lakedämonier, daß ihr mich ohne alles Bedenken zur Theilnahme an den Gefahren und jeder andern Mühsal zulasset, und ihr kennt ja den Ausspruch, der in Aller Munde ist, daß, wenn ich euch als Feind sehr viel geschadet habe, ich als Freund auch viel nützen kann, da ich die Verhältnisse der Athener kenne und auch die eurigen richtig errathen habe ^). Und für euch selbst seid überzeugt, daß ihr jetzt um die allerwichtigsten Interessen euch zu berathen habt und den Zug nach Sieilien, wie den nach Attika, nicht aus Bedenklichkeiten unterlassen dürft, damit ihr dort mit einem geringen Theil eurer Macht eine große rettet und der Athener jetzige und zukünftige Macht vernichtet, wonach ihr denn für euch selbst sicher wohnen und für ganz Hellas^ das euch freiwillig folgt, ohne Gewaltmittel, nur im Wohlwollen die Führer sein werdet." l
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-So redete Alkibiades; die Lakedämonier aber, die selber schon früher-im Plane gehabt hatten, einen Feldzug gegen Athen auszuführen, bis jetzt aber noch gezögert und abgewartet hatten, wurden nun viel muthiger/ da er ihnen über alle Punkte diese Ausschlüsse gab, denn sie waren überzeugt, das Alles aus dem Munde eines auf's Beste Unterrichteten gehört zu haben. Sie richteten.'also ihre Gedanken sogleich auf die Befestigung von Dekeleia und wollten auch sofort eine Hülfe nach Sieilien senden. Und Gylippos, des KleandridaS Sohn, den sie zum Anführer für die Syrakusaner bestimmten, sollte mit diesen und den Korinthern sich berathen und den Umständen gemäß solche Mittel ergreifen, daß jenen auf's Beste und Rascheste geholfen werde. Der befahl nun, daß ihm die Korinther sofort zwei Schiffe nach^ Asien schicken sollten, und die übrigen, die sie zu senden gewillt seien,' ausrüsten, um bereit zu sein, wann-die günstige Zeit gekommen sei. Nachdem sie dieß vereinbart,:reisten die Korinthischen Gesandten wieder von Lakedämon ab. - c. '