Book 7
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„Was früher vorgefallen ist, ihr Athener, das wisset ihr aus andern Briefen; jetzt aber ist es nicht minder an der Zeit, daß ihr erfahret, wie die Dinge bei uns stehen, und danach eure Beschlüsse fasset. Nachdem wir in den meisten Gefechten die Syrakusaner, gegen die wir ausgeschickt wurden, besiegt und die Vershcanzungen erbaut hatten, in denen wir jetzt liegen, kam Gylippos, der Lakedämonier, mit einem Heere aus dem Peloponnes und einigen Städten Siciliens. Und zwar>in der ersten Schlacht ist er von uns besiegt worden, in der folgenden aber wurden wir durch seine zahlreichen Reiter und Schützen übermannt und mußten uns in unsere Vershcanzungen zurückziehen. Seitdem nun haben wir die Einschließung durch eine Mauer abbrechen müssen wegen der großen Zahl unserer Gegner und halten uns ruhig; denn wir könnten ja nicht das ganze Heer dazu verwenden, da die Bewachung der Mauern einen Theil der Schwerbewaffneten in Anspruch nimmt; — jene aber haben längs der unsrigen auch eine einfache Mauer gebaut, so daß es nicht mehr möglich ist, sie einzuschließen, wenn man nicht vorher diese ihre Nebenmauer mit großer Macht angriffe und nähme. Es hat sich also so gewendet, daß wir, die wir Andere einzuschließen gedachten, jetzt vielmehr selber eingeschlossen sind, wenigstens zu Lande; denn wir können uns nach der Landseite der Reiterei wegen nicht weit hinauswagen."