Book 7
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In Sizilien war Gylippos um dieselbe Zeit in diesem Frühjahr mit allem, was er an Truppen in den Städten, die sich ihm angeschlossen, nur irgend hatte auftreiben können, in Syrakus wieder angekommen. Hier berief er die Syrakuser zu einer Versammlung und erklärte, sie müßten so viel Schiffe wie möglich bemannen und es darauf wagen, eine Seeschlacht zu liefern; denn davon könne man sich für den weiteren Verlauf des Krieges einen Erfolg versprechen, der ein solches Wagnis wohl wert sei. Mit ihm sprach sich besonders auch Hermo krates dafür aus, daß sie sich vor einer Seeschlacht mit den Athenern nicht zu fürchten brauchten; denn auch diesen sei die Tüchtigkeit zur See nicht von Haus aus angeboren, ja im Grunde seien sie ärgere Landratten als die Syrakuser und erst durch die Perser gezwungen worden, sich auf die See zu werfen. Wenn man solch kühnen Leuten wie den Athenern mit gleicher Kühnheit begegne, so werde man in ihren Augen der gefährlichste Feind sein. Denn wie diese andere manchmal selbst mit schwächeren Kräften bloß durch ihr kühnes Draus gehen schreckten, so würde das ihnen dem Gegner gegenüber ebensogut möglich sein. Er seinerseits zweifle nicht daran, daß der Nachteil, in dem sich die Syrakuser bei ihrer geringeren Erfahrung der Geschicklichkeit der Athener gegenüber befanden, durch einen unverhofften kühnen Angriff auf ihre Flotte und den ihnen dadurch verursachten Schrecken mehr als aufgewogen werden würde. Sie möchten es also nur unbedenklich mit einer Seeschlacht wagen. Nachdem Gylippos und Hermokrates und noch einige andere ihnen also zugeredet hatten, begeisterten sich die Syrakuser für eine Seeschlacht und beschlossen, ihre Schiffe zu bemannen.