Book 7
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Um dieselbe Zeit richteten sich die Peloponnesier auf den fünfundzwanzig Schiffen, welche zum Schutz der nach Sizilien abgehenden Lastschiffe der athenischen Flotte bei Naupaktos gegenüber lagen, auf eine Seeschlacht ein, bemannten noch einige Schiffe, so daß sie nicht viel weniger als die Athener hatten, und gingen bei Erineos in Achaia im Gebiet der Stadt Rhypes vor Anker. Da ihr Ankerplatz sichelförmig war, hatte das zu ihrer Unterstützung gekommene Landheer der Korinther und der dortigen Bundesgenossen neben ihnen zu beiden Seiten eine Stellung auf den vorspringenden Land spitzen eingenommen, zwischen denen die Schiffe eine geschlossene Linie bildeten. Den Befehl über die Flotte führte der Korinther Polyanthes. Nun gingen die Athener aus Naupaktos mit dreiunddreißig Schiffen unter Diphilos gegen sie vor. Anfangs rührten sich die Korinther nicht, dann aber, als es ihnen an der Zeit schien, setzten sie sich auf ein gegebenes Zeichen gegen die Athener in Fahrt, und die Schlacht begann. Längere Zeit hielten beide einander die Wage. Den Korinthern wurden drei Schiffe vernichtet, den Athenern zwar keins zum Sinken gebracht, aber sieben außer Gefecht gesetzt, indem sie beim Zusammenstoß vorn vor den Ruderbänken von den korinthischen Schiffen gerammt wurden, die zu dem Ende mit tsärkeren Sturmbalken versehen waren. Die Schlacht aber blieb un entschieden, so daß beide Teile sich den Sieg zuschrieben. Doch bargen die Athener die Schiffstrümmer, da sie durch den Wind » in die offene See getrieben wurden und die Korinther den Angriff nicht erneuerten. Damit war die Sache zu Ende, es gab keine Verfolgung, und keiner von beiden hatte Gefangene gemacht. Denn die Korinther und Peloponnesier, welche nahe am Lande gefochten, konnten sich leicht retten, und den Athenern war kein einziges Schiff versenkt worden. Als die Athener wieder nach Naupaktos abgefahren waren, errichteten die Korinther sogleich ein Siegeszeichen, indem sie sich den Sieg zuschrieben, weil sie mehr feindliche Schiffe kampfunfähig ge macht hatten und sich auch deshalb als Sieger ansahen, weil die anderen das nicht taten. Denn die Korinther glaubten schon gesiegt zu haben, wenn sie nicht gründlich geschlagen waren, die Athener aber sahen die Schlacht nicht als gewonnen an, weil sie die Gegner nicht gründlich besiegt hatten. Nach dem die Flotte der Peloponnesier abgefahren und ihr Land heer auseinandergegangen war, errichteten die Athener, weil sie die Schlacht gewonnen, auch ihrerseits in Achaia ein Siegeszeichen, etwa zwanzig Stadien von Erineos, wo die Korinther vor Anker gelegen hatten. So verlief die See schlacht.