Book 7
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Eben jetzt kamen Demosthenes und Eurymedon mit den Verstärkungen von Athen an, mit Einschluß der fremden etwa dreiundsiebzig Schiffen, gegen fünftausend Hopliten, teils Athenern, teils Bundesgenossen, und zahlreichen griechischen und barbarischen Schleuderern, Speer- und Bogenschützen, auch mit allem, was ein Heer im Felde bedarf, reichlich versehen. Die Syrakuser und ihre Verbündeten erschraken zuerst nicht wenig, daß der Krieg noch immer kein Ende nehmen wollte, da sie sahen, wie die Athener trotz der Befestigung von Dekeleia imstande waren, nochmal ein annähernd so starkes Heer wie das erste ins Feld zu stellen und nach allen Seiten mit solcher Macht aufzutreten. Das erste Heer der Athener aber bekam, soweit dies nach der erlittenen Niederlage möglich war, wieder Mut. Als Demosthenes sah, wie die Sachen tsanden, glaubte er, keine Zeit verlieren zu dürfen, wenn es ihm nicht so gehen sollte wie Nikias. Denn den hatte man bei seiner Ankunft gefürchtet; weil er aber Syrakus nicht gleich angriff, sondern in Katana überwinterte, kümmerte man sich nicht mehr um ihn, und Gylippos kam aus dein Peloponnes noch rechtzeitig mit seinem Heere an, das man gar nicht mehr hätte zu Hilfe rufen können, wenn Nikias sogleich angegriffen hätte. Denn anfangs hielten sich die Syrakuser allein für stark genug; wäre es aber gleich zur Einschließung der Stadt gekommen, so würden sie sich alsbald vom Gegenteil überzeugt haben, und eS hätte ihnen nichts mehr genützt, noch Hilfe von drüben zu erbitten. Hier von durchdrungen und überzeugt, daß auch er jetzt gleich im ersten Augenblick den Feinden am furchtbarsten vorkommen werde, wollte Demotshenes sich den ersten Schreck zunutze machen, den ihnen sein Heer einflößte. Und da er sah, daß jene neue Mauer, durch welche die Syrakuser die Athener verhindert hatten, die Stadt völlig einzuschließen, nur eine einfache war, und sobald man sich der Zugänge von Epipolai und dann auch des Lagers dort wieder bemächtigt, leicht genommen werden konnte, weil der Feind ihnen schwerlich standhalten würde, so beschloß er es damit sofort zu versuchen. Auf diese Weise dachte er dem Kriege auf kürzestem Wege ein Ende zu machen und entweder, wenn die Sache gut ging, Syrakus zu nehmen, widrigenfalls aber mit dem Heere abzuziehen, um die Athener, die den Feldzug mitmachten, und die ganze Stadt davor zu bewahren, ihre Kräfte unnütz aufzureiben. Zunächst verheerten die Athener auf einem Streifzuge das Gebiet der Syrakuser am Anapos, und ihre Streitkräfte waren wie anfangs zu Lande und zur See den Gegnern überlegen. Denn die Syrakuser kamen weder mit dem Heere noch mit der Flotte heraus, höchstens daß sie sich zuweilen mit der Reiterei und den Speer schützen vom Olympieion vorwagten.