Book 7
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Darauf beschloß Demosthenes, die neue Mauer mit seinem Sturmzeug zuerst anzugreifen. Als ihm aber die Gegner, welche die Mauer verteidigten, dieses in Brand steckten, und die Angriffe seiner Leute auch sonst überall abgeschlagen wurden, . beschloß er, sich damit nicht länger aufzuhalten, sondern nun mehr, nachdem er sich darüber mit Nikias und den übrigen Befehlshabern verständigt, den geplanten Angriff auf Epipolai zu unternehmen. Da er es für ausgeschlossen hielt, bei Tage unbemerkt heranzukommen und auf die Höhe zu gelangen, be fahl er den Truppen, sich für fünf Tage mit Lebensmitteln zu versehen, ließ alle Maurer und Zimmerleute antreten, auch Ge schütz und alles mitnehmen, was nötig war, um sich, wenn die Sache gut ging, dort zu befestigen, und setzte sich dann mit Eurymedon und Menandros um die Zeit des ersten Schlafs mit allen Truppen in Marsch, während Nikias in den Festungs werken zurückblieb. Als sie in der Nähe des Euryelos die Höhe erreicht hatten, wo auch das vorige Heer zuerst hinauf- gekommen war, rückten sie, ohne von den syrakusischen Wachen bemerkt zu werden, gegen das dort vorhandene Werk der Syra kuser vor, eroberten es und hieben eine Anzahl Leute darin nieder. Die meisten flüchteten jedoch gleich nach den Lagern, deren es drei auf Epipolai gab, eins für die Syrakuser, eins für die anderen sizilischen Griechen und eins für die Bundes genossen, und meldeten dort den Überfall, setzten auch die syra kusischen Sechshundert, welche auf dieser Seite von Epipolai auf Vorposten standen, davon in Kenntnis. Diese kamen auch sogleich herbei, Demotshenes und die Athener aber gingen ihnen zuleibe und schlugen sie nach tapferem Widerstande in die Flucht. Auch drang Demosthenes mit den Seinen dann sogleich weiter vor, um den ersten Feuereifer, womit sie drauf gingen, nicht erkalten zu lassen. Inzwischen eroberten andere auch die neue Mauer, gegen die der erste Angriff gerichtet gewesen war, deren Besatzung diesmal nicht standhielt, und rissen die Brustwehren nieder. Nun nahmen die Syrakuser mit ihren Bundesgenossen und Gylippos mit seinen Leuten von den Außenwerken her den Kampf gegen die Athener auf, wurden aber, da ihnen der Schreck von dem unerwarteten nächtlichen Überfall noch in den Gliedern lag, von ihnen be siegt und anfangs zum Rückzüge gezwungen. Als aber die Athener, schon des Sieges gewiß, um auch das noch nicht zum Schlagen gekommene feindliche Heer sogleich über den Haufen zu werfen und ihm keine Zeit zu lassen, sich in einer ein tretenden Gefechtspause wieder zu sammeln, ohne die nötige Ordnung vordrangen, stellten sich ihnen zuerst die Böotier ent gegen, schlugen sie zurück und trieben sie in die Flucht.