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Ἱστορίαι Thucydides

Book 7

51 Die Syrakuser, die das recht gut gemerkt hatten, paßten nun um so eifriger auf, daß die Athener ihnen nicht ent­ wischten, die ja jetzt selbst eingesehen, daß sie ihnen weder zur See noch zu Lande mehr überlegen wären, da sie sich sonst schwerlich zur Abfahrt entschlossen haben würden. Auch wollten sie sie sich nicht anderswo in Sizilien festsetzen lassen, wo sie schwerer zu bekämpfen wären, sondern sie zwingen, gleich hier, wo sie ihrerseits im Vorteil, die Schlacht mit ihrer Flotte aufzunehmen. Sie bemannten also ihre Schiffe und übten sie einige Tage ein, bis sie meinten, daß es damit genug sei. Als es so weit war, unternahmen sie am ersten Tage einen Angriff auf die Festungswerke der Athener, und als einige kleinere Abteilungen ihrer Hopliten und Reiter aus vershciedenen Toren gegen sie vorrückten, wurden diese von ihnen geschlagen und verfolgt, auch einige Hopliten abgeschnitten. Die Athener aber verloren, da der Eingang eng war, siebzig Pferde und eine Anzahl Hopliten.
52 An dem Tage zogen die Syrakuser ihr Heer zurück, am folgenden aber gingen sie mit der Flotte, sechsundsiebzig Segel stark, und gleichzeitig mit dem Landheere auch gegen die Werke der Athener vor. Die Athener stellten sich ihnen mit sechs­ undachtzig Schiffen entgegen, und es kam zur Schlacht. Eury­ medon, der den rechten Flügel der Athener befehligte und, um die feindlichen Schiffe zu umfassen, seine Schlachtlinie nach dem Lande zu verlängerte, wurde nun selbst von den Syrakusern und ihren Verbündeten, welche zuerst die Mitte der Athener besiegt, in einem Winkel des Hafens eingeschlossen, dabei kam er selbst ums Leben, und die Schiffe, die er bei sich hatte, wurden vernichtet. Dann aber trieben die Syrakuser auch die ganze Flotte der Athener vor sich her und jagten die Schiffe ans Land.

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