Book 7
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Die Syrakuser kreuzten auch gleich ganz dreist mit ihren Schiffen im Hafen und beabsichtigten, dessen Einfahrt zu sperren, damit die Athener nicht etwa heimlich mit ihrer Flotte ent kämen. Denn es war ihnen schon nicht mehr bloß um ihre eigene Sicherheit, sondern um Vernichtung der Athener zu tun, da sie, und mit Recht, annahmen, daß sie ihnen nach den jetzigen Erfolgen weit überlegen seien. Würde es ihnen doch auch in den Augen der Griechen zu hohem Ruhm gereichen, wenn es ihnen gelänge, die Athener und ihre Verbündeten zu Lande und zur See zu demütigen; denn dann würden die übrigen Griechen entweder gleich frei werden oder doch von den Athenern nichts mehr zu fürchten haben, da diese mit dem Reste ihrer Macht den Krieg nicht länger durchführen könnten, sie aber den Ruhm, ihnen dazu verhelfen zu haben, und die höchste Bewunderung der Mit- und Nachwelt davontragen. Und in der Tat war dies für sie ein Kampf von höchster Be deutung, schon darum, aber auch deshalb, weil es sich darin nicht allein um einen Sieg über die Athener, sondern auch über deren zahlreiche Bundesgenossen handelte, und sie ihn nicht allein, sondern mit ihren Verbündeten ausfochten, dabei neben Lakedämoniern und Korinthern die Führung hatten, ihre Stadt zuerst in die Schanze schlugen und ihre Seemacht ge waltig ausdehnten. Denn bei dieser einen Stadt traf eine Menge Völker aufeinander, wenn auch nicht alle, welche in diesem Kriege überhaupt zu den Bundesgenossen der Athener und der Lakedämonier gehörten.