Book 7
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Hermokrates in Syrakus aber vermutete ihre Absicht und hielt es für gefährlich, wenn ein so zahlreiches Heer zu Lande abzöge und sich irgendwo in Sizilien festsetzte, um von dort den Krieg gegen Syrakus wieder aufzunehmen. Er wandte sich deshalb an die Regierung und stellte ihr vor, man dürfe die Athener nicht bei Nacht abziehen lassen, wie er das ja vermutete, sondern die Syrakuser und ihre Verbündeten müßten mit dem ganzen Heere ausrücken, ihnen die Wege durch Ver haue sperren und die Pässe verlegen. Dort war man zwar derselben Meinung und hielt es ebenfalls für zweckmäßig, so zu verfahren, fürchtete jedoch, daß die Leute, welche froh wären, sich nach der großen Schlacht erst mal auszuruhen, dafür schwerlich zu haben sein würden, zumal grade Feiertag wäre. (An dem Tage wurde nämlich das HerakleSfest in Syrakus gefeiert.) Denn die säßen im Feste meist alle nach ihrem Siege fröhlich beim Becher, und man würde ihnen wahrscheinlich alles eher ansinnen können, als in diesem Augenblick das Ge wehr aufzunehmen und auszurücken. Da die Herren von der Regierung die Sache unter diesen Umständen nicht für aus führbar hielten und auch Hermokrates nichts weiter bei ihnen ausrichtete, verfiel er nunmehr seinerseits auf folgende List. Weil er besorgte, die Athener möchten in der Nacht in aller Stille abziehen und über die gefährlichsten Stellen glücklich hinausgelangen, schickte er bei Eintritt der Dunkelheit einige seiner Freunde mit einer Anzahl Reiter an das athenische Lager, welche auf Sprechweite hinanritten. Hier riefen sie sich ein paar Leute heraus, und da Nikias damals Freunde in der Stadt hatte, die ihm von dort Nachrichten zutrugen, gaben sie sich ihnen als Freunde der Athener zu erkennen und trugen ihnen auf, Nikias zu sagen, er möge diese Nacht mit dem Heere nicht aufbrechen, weil die Syrakuser die Wege besetzt hätten, sondern damit lieber warten und bei Tage in guter Ordnung abziehen. Nachdem sie ihnen das gesagt, ritten sie wieder weg. Die Leute aber, denen sie es gesagt hatten, meldeten es den Feldherren der Athener.