Book 7
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Auf diese Weise suchte Nikias, während er die Reihen entlang ging, seine Leute zu ermutigen, und wo er sah, daß Unordnung oder Lücken entstanden waren, ließ er sie wieder aufschließen und die Ordnung herstellen. Ebenso machte es Demosthenes, indem er ähnliche Worte an die Seinigen richtete. Das Heer bildete auf dem Marsche ein längliches Viereck, vorn die Abteilung des Nikias, dahinter die des Demosthenes. Die Packträger und den zahlreichen Troß hatten die Hopliten in die Mitte genommen. Als sie an die Brücke des Anapos kamen, fanden sie den Fluß von Truppen der Syrakuser und ihrer Verbündeten besetzt. Nachdem sie diese geworfen und sich des Übergangs bemächtigt hatten, setzten sie ihren Marsch fort. Die Syrakuser aber ließen ihnen keine Ruhe, ihre Reiter waren ihnen beständig zur Seite, und das leichte Volk beschoß sie mit Wurfspeeren. Die Athener legten an dem Tage etwa vierzig Stadien zurück und blieben die Nacht am Fuße eines Hügels unter freiem Himmel. Am folgenden Tage brachen sie in der Frühe auf, rückten etwa zwanzig Stadien weiter vor und ge langten dann in eine Ebene hinunter, wo sie ein Lager schlugen, um sich dort, da das Land bewohnt war, etwas zu essen zu verschaffen und mit Wasser zu versorgen. Denn in dem Land strich, den sie vor sich hatten, gab es auf viele Stadien nicht Wasser genug. Unterdessen gewannen ihnen die Syrakuser einen Vorsprung ab und verschanzten den Weg, auf dem sie weiterziehen mußten. Er führte über einen schwierigen Höhen zug mit steilen Abhängen auf beiden Seiten, den sogenannten Akraiischen Klint. Am anderen Tage zogen die Athener weiter. Die Reiter und die Speerschützen der Syrakuser und ihrer Verbündeten aber, die in großer Menge zur Stelle waren, suchten sie daran zu hindern, drangen von beiden Seiten auf sie ein und beschossen sie mit Wurfspeeren. Nach längerem Kampfe gingen die Athener wieder in ihr altes Lager zurück, konnten sich aber hier keine Lebensmittel mehr holen, da sie sich der Reiter wegen nicht vom Lager entfernen durften.