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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 7

80 Angesichts der bedenklichen Lage des Heeres, da es gänzlich an Lebensmitteln fehlte und in den beständigen Gefechten mit dem Feinde schon so viele verwundet nnd kampfunfähig ge­ worden waren, beschlossen Nikias und Demotshenes, in der Nacht so viele Feuer wie möglich anzuzünden und mit dem Heere abzuziehen, aber nicht auf dem Wege, den sie eigentlich nehmen wollten, sondern in entgegengesetzter Richtung nach der See, wo ihnen die Syrakuser nicht aufpaßten. Dieser Weg führte also überhaupt nicht nach Katana, sondern nach der anderen Seite Siziliens, auf Kamarina und Gela und die übrigen griechischen und nichtgriechischen Städte in jener Gegend. Auch zogen sie in der Nacht, nachdem sie viele Feuer ange­ zündet hatten, wirklich ab. Und wie es in allen, namentlich in großen Heeren manchmal vorkommt, daß sie plötzlich in Furcht und Schrecken geraten, so ging es hier auch den Athenern, zumal sie bei Nacht und in Feindesland und in unmittelbarer Nähe des Feindes abzogen. Die Abteilung des Nikias, welche die Spitze bildete, hielt allerdings zusammen und gewann einen großen Vorsprung, von der des Demosthenes aber blieb etwa die Hälfte, ja mehr noch als die Hälfte, hinter den übrigen weit zurück und hielt auf dem Marsche keine Ordnung. In­ dessen gelangten sie doch bei Tagesanbruch an die See und schlugen nun die sogenannte Elorische Straße ein, um, wenn sie den Kakyparis erreicht, längs des Flusses landeinwärts zu ziehen, wo sie die von ihnen benachrichtigten Sikeler zu treffen hofften. Allein als sie an den Fluß kamen, fanden sie auch hier einen syrakusischen Posten vor, der ihnen den Übergang durch Mauern und Verhaue zu verwehren suchte. Nachdem sie den über den Haufen geworfen, überschritten sie den Fluß und zogen dann gleich weiter nach einem anderen.Flusse, dem Erineos; denn so hatten ihre Führer ihnen den Weg ange­ geben.

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