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Ἱστορίαι Thucydides

Book 7

81 Unterdessen merkten die Syrakuser und ihre Verbündeten, als es Tag geworden, daß die Athener abgezogen waren, und im Heere hatte man Gylippos in Verdacht, er habe sie ab­ sichtlich entkommen lassen. Auch nahmen sie die Verfolgung der Athener in der Richtung, in welcher sie abgezogen waren, die sie unshcwer feststellen konnten, unverzüglich auf und holten sie um die Frühstückszeit wieder ein. Als sie auf die Truppen des Demosthenes stießen, welche Hintennach zogen und noch infolge des nächtlichen Schreckens nur langsam und ohne Ord­ nung von der Stelle kamen, fielen sie sofort über sie her, und es kam zum Gefecht. Die syrakusischen Reiter konnten sie um so leichter umfassen und auf einen Fleck zusammendrängen, da sie von den übrigen getrennt waren. Das Heer des Nikias war schon fünfzig Stadien voraus. Denn Nikias war schneller marschiert, da er glaubte, daß es in solcher Lage nicht darauf ankomme, unbedingt standzuhalten und zu kämpfen, sondern heilsamer sei, so rasch wie möglich weiterzuziehen und sich nur im äußersten Notfall auf eine Schlacht einzulassen. De­ motshenes dagegen mit dem Nachtrabe hatte die ganze Zeit einen schweren Stand gehabt, da die Feinde ihren Angriff immer zuerst auf ihn richteten. Als er sah, daß die Syrakuser hinter ihm her waren, hielt er es für richtiger, statt den Rück­ zug fortzusetzen, seine Leute zur Schlacht zu ordnen, verlor darüber aber so viel Zeit, bis er von ihnen eingeholt und um­ ringt wurde und er mit seinen Athenern in eine verzweifelte Lage geriet. Sie waren nämlich auf ein Feld zusammen- gedrängt, das mit vielen Älbäumen bestanden und rings mit einer Mauer umgeben war und auf beiden Seiten einen Ans­ gang hatte, wo sie nun von allen Seiten beschossen wurden. Auf diese Weise fochten die Syrakuser natürlich lieber als Mann gegen Mann in offener Schlacht. Denn in einem Kampfe auf Leben und Tod gegen Verzweifelte konnten die Athener eher auf Sieg rechnen als sie. Außerdem wollten sie ihre Kräfte schonen, da sie offenbar auch so schon gewonnen Spiel hatten, und glaubten, daß ihre Gegner auch durch solchen Kampf mürbe werden und sich ihnen ergeben würden.

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