Book 7
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Als es nun Tag geworden war und die Syrakusaner und ihre Bundesgenossen sahen, daß die Athener entwischt seien, so beschuldigten die Meisten von ihnen den GylippoS', er habe sie absichtlich entkommen lassen. Doch machten sie sich allsogleich zur Verfolgung auf, und da leicht zu sehen war, wo jene marschirt seien, so trafen sie um die Zeit des Frühmahls auf sie. Als sie nun mit den Leuten des Demosthenes zusammenstießen, welche die Nachhut hatten und langsamer und unordentlicher marschirten, da sie in der Nacht in Verwirrung gerathen waren, so fielen sie dieselben allsogleich mit den Waffen an, und die Reiterei der Syrakusaner schloß sie mit leichter Mühe ein, da sie von den Vorderen getrennt waren, und trieb sie auf einen Platz zusammen. Das Heer des Nikias indeß hatte einen Vorsprung von fünfzig Stadien (1Meile), denn Nikias führte sie in größerer Schnelle, indem er glaubte, ihre Rettung liege jetzt nicht 413 v. Chr. darin, freiwillig Stand zu halten und zu fechten, sondern darin, möglichst rasch weiter zu ziehen und sich nur so weit in Gefechte einzulassen, als man durchaus dazu gezwungen werde. Demostyenes aber hatte größere und ununterbrochene Anstrengungen gehabt, da er die Nachhut bildete und die Feinde über ihn zuerst herfielen, und als er jetzt sah, daß die Syrakusaner ihn verfolgten, so stellte er sich, anstatt weiter zu marshciren, in Schlachtordnung, bis er über diese Verzögerung von jenen ganz eingeschlossen wurde und nun mit sammt seinen Athenern in die größte Bestürzung gerieth. Sie sahen sich nämlich abgeschnitten und auf einen Platz zusammengedrängt, den ringsum eine Mauer einschloß, mit Ausgängen aus beiden Seiten, und der mit vielen Oelbäumen bepflanzt war, und von allen Seiten wurden sie beschossen. Solcher Angriffe nämlich bedienten sich die Syrakusaner anstatt des Kampfes Fuß an Fuß, und mit Recht, denn einen Nahkampf mit verzweifelten Menschen zu wagen, mußte eher zum Nutzen der Athener ausfallen, als zum ihrigen; und dann wollten sie auch, weil sie schon ganz entschieden im Glück waren, ihre Leute schonen und nicht noch zu guter Letzt aufreiben lassen, da sie ohnehin auf diese Art die Athener gänzlich aufreiben und in ihre Gewalt bringen würden.