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Ἱστορίαι

Ἱστορίαι Thucydides

Book 8

15 Nach Athen aber kam rasch Botschaft wegen Chios. Da sie nun die Gefahr für groß und bereits sehr dringend erkannten, und glauben mußten, daß nach dem Abfall der größten Stadt auch die übrigen Bundesgenossen sich nicht ruhig verhalten würden, so hoben sie in ihrer augenblicklichen Bestürzung allsogleich die Strafen auf, welche dem angedroht waren, der davon reden und dafür stimmen würde, jene tausend Talente anzugreifen, welche sie während der Dauer des ganzen Kriegs nicht zu berühren gewünscht hatten "), und faßten danach den Beschluß, dieses Geld anzugreifen und eine große Zahl von Schiffen zu bemannen. Von denen, welche bei Piräon vor Anker lagen, wollten sie die acht, welche sich von der Bewachungsflotte getrennt und die Schiffe unter Chalkideus verfolgt hatten, aber wieder zurückgekehrt waren, nachdem sie jene nicht getroffen, sofort absenden — es befehligte dieselben aber Strombichides, des Diotimos Sohn — und nicht lange danach sollten zwölf andere unter Thrasikles zu ihrer Verstärkung folgen, welche gleichfalls die Aufstellung bei Piräon verlassen mußten. Die sieben Schiffe der Chier aber, welche daselbst mit den übrigen die der Feinde eingeschlos­ 14) Vgl. II, 24. sen hielten, führten sie gleichfalls weg und setzten die Sklaven auf 412 v. Chr. denselben in Freiheit, die Freien-aber legten sie in Ketten. Zum Ersatz für'äll diese abgegangenen Schiffe bemannten sie rasch andere und schickten sie - zur weiteren Einschließung der Peloponnesier dorthin, und beabsichtigten, noch weitere dreißig zu bemannen.- Und groß war ihr Eifer und in keinem Stuck waren ihre Rüstungen zum Auszug gegen Chios unbedeutend.

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