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Ἱστορίαι Thucydides

Book 8

39 Aus dem Peloponnes brachen in demselben Winter zur Zeit der Sonnenwende die siebenundzwanzig Schiffe auf, welche die Lakedämonier infolge der durch Kalligeitos aus Megara und Timagoras aus Kyzikos geführten Verhandlungen für Pharnabazos ausgerüstet hatten, und gingen unter Befehl des Spartiaten Antisthenes nach Ionien ab. Mit ihm sandten die Lakedämonier als Beirat für Astyochos elf Spartiaten hinaus, unter denen sich auch Lichas, Arkesilaos' Sohn, befand. Diese waren ermächtigt, nach ihrer Ankunft in Milet dort überhaupt mit nach dem Rechten zu sehen, auch die Schiffe, sei es nur diese oder auch mehr oder weniger, wenn sie es für gut fänden, zu Pharnabazos nach dem Hellespont zu schicken und Klearchos, Rhamphios' Sohn, der mit an Bord war, zu deren Befehlshaber zu ernennen. Zugleich war es in ihr Er­ messen gestellt, Astyochos des Oberbefehls über die Flotte zu entheben nnd ihn auf Antisthenes zu übertragen. Denn nach dem Berichte des Pedaritos war er ihnen doch verdächtig ge­ worden. Die Schiffe fuhren nun von Malea durch die offene See nach Melos, wo sie anlegten und zehn athenische Schiffe trafen, von denen sie drei leer wegnahmen und in Brand steckten. Aus Furcht, die übrigen von Melos entkommenen Schiffe könnten den Athenern in Samos die Nachricht bringen, daß sie im Ansegeln seien, wie das auch wirklich geschah, schlugen sie dann aber die Richtung nach Kreta ein und kamen auf diesem vorsichtshalber gemachten Umwege nach Kaunos in Asien. Von hier, wo sie sich sicher glaubten, schickten sie einen Boten an die Flotte bei Milet, um sich Geleit von dort zu erbitten.

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