Book 8
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Inzwischen kam jedoch von Kaunos die Nachricht, daß die siebenundzwanzig Schiffe und die Bevollmächtigten der Lakedämonier dort eingetroffen seien, und da es seiner Meinung nach nun vor allein darauf ankam, die stattliche Flotte Herein zugeleiten und die lakedämonischen Herren, die freilich ibm auf den Dienst passen sollten, sicher herüberzuschaffeu, so gab er Chios sogleich wieder auf und ging mit der Flotte nach Kaunos unter Segel. Auf der Fahrt landete er bei dem meropishcen Kos und ließ die Stadt, welche unbefestigt und durch ein Erd beben so schwer, wie es dort seit Meuschengedenken nicht vor gekommen, in Trümmer gelegt war, von Grund aus zerstören, da die Bewobner sich in die Berge geflüchtet hatten. Darauf durchstreifte er das platte Land und schleppte alles als Beute weg, was ibm in die Hände fiel, bis auf die Freien, die er laufen ließ. Von Kos kam er bei Nacht nach Knidos, wo er sich durch die Vorstellungen der Einwohner genötigt sah, die Mannschaft seiner Schiffe nicht an Land zu lassen, sondern sich ohne weiteres gleich gegen die zwanzig athenischen Schiffe zu wenden, mit denen Charminos, einer der Feldherren von Samos, den vom Peloponnes kommenden siebenundzwanzig Schiffen aufpaßte, denen Astyochos ja entgegenfuhr. In Samos war nämlich bekannt geworden, das; die Schiffe von Melos im Ansegeln waren, und Charminos paßte ihnen jetzt bei Sinne, Chalke, Rhodos und in den lykischen Gewässern auf, da er schon gehört hatte, daß sie augenblicklich in Kaunos wären.