Book 8
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Peisandros und die mit ihm von den Athenern aus Samos entsandten Abgeordneten erstatteten nach ihrer Ankunft in Athen in der Volksversammlung einen kurzen Bericht über alles, waS vorgefallen, wobei sie besonders hervorhoben, wenn man Alkibiades zurückrufe und der Demokratie endlich ein Ende mache, so könne man ein Bündnis mit dem Könige haben und die Peloponnesier ausstechen. In betreff der Demokratie erhob sich jedoch von vielen Seiten Widerspruch, und die Feinde des Alkibiades schrieen um die Wette, es wäre doch heillos, wenn er seine Rückkehr mit Hilfe eines Staatsstreiches durchsetzen sollte; auch die Angehörigen der Priestergeschlechter des Eumol pos und Keryx bezeugten feierlich, daß er ja grade wegen des Mysterienfrevels in die Verbannung gegangen sei, und be schworen die Athener, ihn nicht zurückzurufet. Da Peisandros in der Versammlung vielfach auf so lebhaften Widerspruch stieß, nahm er die Widersacher einzeln beiseite und fragte sie, ob sie denn jetzt, wo die Peloponnesier so viel Schiffe auf See und mehr Bundesgenossen hätten als sie und von Tissaphernes mit Geld unterstützt würden, während hier die Kasten leer seien, überhaupt noch hoffen dürften, den Krieg durchzuhalten, wenn sich nicht jemand fände, der den König dazu brächte sich auf ihre Seite zu schlagen. Und wenn sie dann seine, Frage mit Nein beantworten mußten, so sagte er ihnen ins Gesicht: „Darauf aber können wir doch unter keinen Umständen rechnen, wenn wir nicht mit der tollen Wirtschaft hier auf räumen und ein oligarchisches Regiment einführen, damit der König Vertrauen zu uns faßt. Diesen Augenblick dürfen wir nicht an unsere Verfassung, sondern nur daran denken, wie wir glücklich durchkommen. Später können wir sie ja immer wieder ändern, wenn wir etwas daran auszusegen haben. Darum müssen wir Alkibiades zurückrufen, der jetzt unter allen der einzige ist, der das kann."