Book 8
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Agis aber glaubte nicht, daß die Stadt ruhig bleiben und das Volk so bald auf seine alte Freiheit verzichten würde. Über zeugt, daß es dort beim Erscheinen eines starken feindlichen Heeres noch zu weiteren Auftritten kommen und wahrscheinlich gleich losgehen würde, gab er den Abgesandten der Vierhundert in seiner Antwort zu verstehen, daß von Friedensverhandlungen keine Rede sein könne. Auch ließ er aus dem Peloponnes noch zahlreiche Truppen kommen und rückte nicht lange nach her mit ihnen und der Besatzung von Dekeleia dicht unter die Mauern von Athen in der Hoffnung, entweder würde man sich dort im ersten Schrecken vielleicht eher zu Zugeständnissen an ihn verstehen, oder ihm doch bei der drinnen und draußen gewiß eintretenden Verwirrung unfehlbar gelingen, die nur schwach besetzten langen Mauern im ersten Angriff zu nehmen. Als er jedoch in die Nähe gekommen und von einer Bewegung in der Stadt nicht das geringste zu merken war, auch die gegen ihn ausgeschickte athenische Reiterei eine Anzahl seiner Hopliten, Leichtbewaffneten und Bogenschützen, die sich zu nah herangewagt, niedermachte und sich einiger Rüstuugen und Toten bemächtigte, sah er ein, daß er nichts ausrichtete, und zog mit dem Heere wieder ab. Er selbst blieb mit seinen Truppen an alter Stelle in Dekeleia, die erst später nach gekommenen aber ließ er, nachdem sie nur wenige Tage im Lande gewesen waren, wieder nach Hause gehen. Hierauf schickten die Vierhundert aber doch nochmal wieder Abgeordnete an Agis, bei dem sie jetzt auch schon mehr Entgegenkommen fanden, und auf seine Anheimgabe dann auch Gesandte zu Friedensverhandlungen nach Lakedämon, weil sie dem Kriege ein Ende zu machen wünschten.