Book 8
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Denn in Samos nahm es damals in der Tat mit der Oligarchie schon wieder ein Ende, und zwar grade zu der Zeit,. wo die Vierhundert zusammentraten. Jene Samier, welche sich früher gegen die Adelsherrschaft erhoben und zur Volks partei gehört, hatten sich nämlich nach Peisandros' Ankunft von diesem und den ihm anhängenden Athenern in Samos überreden lassen, die Farbe zu wechseln, und ihrer etwa Drei hundert miteinander verbunden in der Absicht, über ihre nach wie vor zur Volkspartei gehörenden Mitbürger herzufallen. Einen gewissen Hyperbolos aus Athen, einen Taugenichts, der nicht etwa, weil man seinen Einfluß oder sein Ansehen fürchtete, sondern weil er durch seine schlechten Streiche der Stadt Schande machte, durch das Scherbengericht verbannt worden war, brachten sie ums Leben, und zwar im Einverständnis mit Charminos, einem der Feldherren, und einigen anderen in Samos lebenden Athenern, die mit ihnen unter einer Decke steckten und ihnen auch sonst bei ihrem Treiben die Hand boten, mit deren Hilfe sie auch den Kampf gegen die Demo kraten aufzunehmen gedachten. Diese aber kamen dahinter und setzten die Feldherren Leon und Diomedon, denen, weil sie beim Volke in hohem Ansehen tsanden, das oligarchische Regiment II nicht nach Sinne war, auch den Trierarchen Thrasybulos und Thrasylos, der als gemeiner Soldat im Heere diente, und noch einige andere, die schon immer für besonders eifrige Gegner der oligarchischen Partei galten, davon in Kenntnis, was man im Schilde führe, und baten sie, nicht zuzulassen, daß man sie unter die Füße trete und Samos, mit dessen Hilfe Athen seine Herrschaft bisher allein aufrechterhalten, in fremde Hände spiele. Die nahmen hierauf die Soldaten einzeln bei seite und stellten ihnen vor, daß sie das nicht leiden dürften, besonders auch der Mannschaft der Paralos, welche aus lauter freien Athenern bestand, die von jeher auch schon, ehe es dazu kam, gegen die Oligarchie gewesen waren. Leon und Diomedon aber ließen, wenn sie eine Fahrt nach auswärts unternahmen, immer eine Anzahl Schiffe zu ihrem Schutz zurück. Als dann die Dreihundert gegen die Demokraten wirklich zum Angriff schritten, kamen sie^lle, namentlich die Paralier, diesen zu Hilfe, und so ging die Volkspartei in Samos als Sieger aus dem Kampfe hervor. Einige dreißig von den Dreihundert wurden getötet, die drei Schuldigsten zur Strafe verbannt. Den übrigen aber trug man ihre Missetaten nicht nach und ließ ihnen auch unter der demokratischen Regierung ihr Bürgerrecht.