Book 8
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Die Schiffe der Peloponnesier aber fuhren vorüber, liefen um Sunion herum und gingen zwischen Thorikos und Prasiai vor Anker und kamen später in Oropos an. Die Athener aber schickten, wiewohl sie dabei wegen des Aufruhrs in der Stadt auch auf ungeschulte Mannschaft greifen mußten, gleich eine Flotte unter Thymochares nach Eretria, da sie Euboia, das bei der Sperre von Attika ihr alleS war, um jeden Preis schützen wollten. Dort angekommen war ihre Flotte mit den schon vorher bei Euboia befindlichen Schiffen sechsunddreißig Segel stark und auch gleich genötigt, eine Schlacht zu liefern; denn Agesandridas war morgens nach dem Frühstück mit seinen Schiffen von Oropos in See gegangen. Oropos ist von der Stadt Eretria zur See etwa sechzig Stadien entfernt. Als er mit seiner Flotte herankam, wollten auch die Athener ihre Schiffe sogleich bemannen und glaubten, ihre Leute befänden sich dort in der Nähe, die aber mußten sich ihr Frühstück aus den Häusern weit hinten in der Stadt holen, da sie es auf dem Markte nicht einkaufen konnten, weil die Einwohner dort absichtlich nichts verkauften, um den Feinden Gelegenheit zu geben, die Athener, wenn sie ihre Leute nicht so schnell an Bord bringen könnten, zu überfallen und zu nötigen, ihre Schiffe mit der zufällig grade zur Stelle befindlichen Mannschaft aus dem Stegreif ins Gefecht zu führen. Zu dem Ende hatte man auch den Feinden in Oropos von Eretria auS ein Zeichen ge geben, wann sie auslaufen müßten. So unvorbereitet also gingen die Athener in See und lieferten vor dem Hafen von Eretria eine Schlacht. Trotzdem hielten sie eine Zeitlang stand, wurden dann aber geschlagen und nach dem Lande zu verfolgt. Am schlimmsten erging es denen, die sich in die ihnen vermeintlich freundlich gesinnte Stadt Eretria flüchteten, hier aber von den Einwohnern umgebracht wurden. Die aber, welche sich in die in den Händen der Athener befindliche Burg flüchten konnten, kamen noch gut davon; ebenso auch die Schiffe, welche nach Chalkis gelangten. Die Peloponnesier eroberten zweiundzwanzig athenische Schiffe, deren Mannschaft sie teils töteten, teils zu Gefangenen machten, und errichteten ein Siegeszeichen. Bald nahcher brachten sie ganz Euboia zum Abfall bis auf Oreos, das die Athener selbst in Besitz genommen hatten, und ordneten die Verhältnisse der Insel in ihrem Sinne.