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Ἱστορίαι Thucydides

Book 8

8 Kalligeitos nun und Timagoras, in Vertretung des Pharnabazos, nahmen am Zuge gegen Chios keinen Antheil und gaben auch das Geld nicht her, welches sie zum Zweck der Bchiffssendung mitgebracht hatten, — fünfundzwanzig Talente, — sondern sie gedachten später für sich mit einer eigenen Flotte unter Segel zu gehen. Agis aber, als er sah, daß die Lakedämonier zuerst'an die Unternehmung auf Chios dachten, widersprach dem für feine Person nicht, und so kamen denn die Bundesgenossen in Korinth zusammen zur Berathung, und sie beschlossen, zuerst gegen Chios'zu segeln, unter Anführung des Chalkideus, welcher in Lakonien jene fünf Schiffe ausrüstete, und dann gegen Lesbos unter dem Oberbefehl des Alkamenes, den auch Agis dafür bestimmte, und zuletzt nach dem Hellespont zu fahren, für welchen Klearchos, des Rhamphias Sohn/zum Befehlshaber bestimmt war. Ueber die Landenge solle man zuerst nur die Hälfte 6) der Schiffe ziehen und diese dann allsogleich unter Segel gehen lassen, damit die Athener nicht ihre Aufmerksamkeit mehr 6) Welches für ein göttliches WarnungSzeichen gehalten wurde. Vergl. III, 89 und Xenophon, hellen. Gesch. Ill, 2. (Kr.) 7) Nur als Harmvsten (Statthalter); denn Nauarch (Admiral) wurde später AftyvchoS, VIII, 20, während Chalkideus noch lebte, VIll, 24. (Ar.) 8) Nur ungefähr. .In der That mehr: 2l von 39.' (Kr.) auf die absegelnden, als auf die noch über die Landenge zu ziehenden 412 v. Chr. richten möchten. Denn jenen Seezug veranstalteten sie ganz offenkundig, da sie die Ohnmacht der Athener verachteten, weil sich nirgends eine ansehnliche Schiffsmacht derselben zeigte. Wie sie beschlossen hatten, brachten sie dann auch allsogleich einundzwanzig Schiffe über die Landenge. ' '

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