Book 8
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Auf die Nachricht, daß er von Milet aufgebrochen, ging auch Thrasylos sogleich mit fünfundfunfzig Schiffen von Samos in See, um ihm und seiner Flotte den Weg nach dem Cher sones zu verlegen. Als er hörte, daß er in Chios sei, dachte er ihn dort festzuhalten und stellte auf Lesbos und dem gegen überliegenden Festlande Wachen aus, um aufzupassen, ob und wohin sich die Schiffe etwa in Bewegung setzen würden, da mit sie ihm nicht heimlich entkämen. Er selbst fuhr mit seiner Flotte nach Methymna, um von Lesbos aus Angriffe auf Chios zu unternehmen, und ließ für den Fall, daß die Sache sich in die Länge zöge, Mehl und andere Vorräte herbeischaffen. Zugleich wollte er, da Eresos auf Lesbos sich empört hatte, sich gegen dieses wenden und es womöglich erobern. Einige der angesehensten politischen Flüchtlinge aus Methymna näm lich waren mit etwa fünfzig freiwilligen Hopliten und einer Anzahl auf dem Festlande geworbener Söldner, im ganzen ihrer etwa dreihundert, an deren Spitze man mit Rücksicht auf die Stammesverwandtschaft einen Thebaner, Anaxandros, gestellt hatte, von Kyme herübergekommen und hatten zunächst einen Angriff auf Methymna versucht. Nachdem sie von da durch die herbeigeeilt? athenische Besatzung von Mytilene ver trieben waren und dann noch im offenen Felde eine Nieder lage erlitten hatten, waren sie über das Gebirge gezogen und hatten Eresos zum Abfall gebracht. Dahin wandte sich nun Thrasylos mit der ganzen Flotte, um es anzugreifen. Schon vorher war auch Thrasybulos mit fünf Schiffen von Samos dort eingetroffen, nachdem er die Nachricht von der Landung der Flüchtlinge erhalten hatte. Da er aber zu spät nach Eresos gekommen war, hatte er sich mit seinen Schiffen vor die Stadt gelegt. Dazu waren dann noch ein paar vom Hellespont zurück- kommende Schiffe und die Schiffe von Methymna gestoßen, so daß sich dort im ganzen siebenundsechzig Schiffe befanden, mit deren Mannschaft man nun unter Anwendung von Sturmzeug und anderer Mittel Eresos womöglich zu erobern versuchte.