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ES behaupten Einige, das achte Buch sei unächt und rühre nicht von Thukydides her, und die Einen schreiben eS seiner Tochter, 18) IIl, 53 ff. 19) II, 35 ff. die Andern dem Xenophon zu. Diesen entgegnen wir: daß eS von seiner Tochter nicht herrührt, ist ganz klar, denn es ist der weiblichen Natur nicht möglich, es solcher Tüchtigkeit und Kunst gleichzuthun. Und gesetzt den Fall, sie wäre dennoch von der Art gewesen, so hätte sie gewiß nicht gewünscht, im Verborgenen zu bleiben, und hätte auch nicht das achte Buch allein geschrieben, sondern noch vieles Andere hinterlassen, worin sie ihre eigene Natur zeigen konnte. Daß aber Xenophon der Verfasser nicht ist, dagegen schreit, wenn eS möglich ist, der Styl überlaut, der sich meist in der Mitte zwischen dem trockenen und dem erhabenen hält. Auch dem Theopompos kann eS nicht angehören, wie Einige behaupten wollen. Andere aber, und wohl die Einsichtigsten, glauben, daß eS allerdings von ThukydideS geschrieben sei-, jedoch nur ungeschmückt und nur im Entwurf, übrigens vorzüglich reich an Thatsachen, welche der Ausschmückung und breiteren Ausführung wohl fähig gewesen wären. Deßhalb dürfen wir auch sagen, daß der Ausdruck schwächer ist, so daß eS scheinen könnte, als ob er bei der Abfassung etwa krank gewesen wäre. Ist der Leib krank, so pflegt auch das Denken etwas kraftloser zu sein; denn Körper und Geist leiden merklich mit einander.